Verrat! (2)

7. Januar 2026

Gestern haben wir die tiefen Wunden betrachtet, die uns die sogenannten Verrate zufügen. Doch es ist nicht erst aus der Bibel bekannt, dass wir eher und lieber den Splitter im Auge anderer sehen als den Balken im eigenen    

Das heißt übertragen auf das Verrat- Thema, dass wir uns gerne verraten fühlen, uns selber jedoch tagtäglich verraten! Oft auch absolut gutmeinend, indem wir anderen eine Freude machen wollen, uns an sie anpassen wollen, ihren Wünschen nachkommen …

Dabei jedoch vergessen wir unseren Plan, unsere Bedürfnisse. Ja, noch schlimmer: Wir kennen diese nicht einmal. So sehr wurde uns ‚eingetrichtert‘, dass wir nichts sind, nichts können und erst von den vielen Wohlmeinenden lernen müssten.
In Wahrheit – sieh Dir einen Schmetterling, ein Küken, eine kleine Maus oder Katze an! – sind wir ebenso wie sie alle darauf angelegt uns nach UNSEREM Plan zu ent-falten, zu ent-wickeln! Es ginge dabei um UNSEREN Plan, in unserem Tempo. Das heißt nicht, dass dieser nicht auch von außen angestoßen, inspiriert, gelenkt werden könnte. Doch nie zwanghaft! Immer ist diese Entfaltungs- Instanz in uns wach und interessiert, die entscheidet, ob etwas in ihr Puzzle passt oder nicht.

Was uns heute nur einmal fürs Erste bewusst werden sollte ist, dass wir diesen wunderbaren Lebensplan in uns tragen und ihm auch nach- und entgegenkommen sollten. Das heißt nicht, dass wir immer über andere drüberfahren, dass wir ausgemachte Egoisten sein müssen. Nein, zu einem Entwicklungsplan darf auch Offenheit für Außenanregungen gehören. Auch unsere Interessens- Engen, die ohnehin meist Zivilisationsprodukte sind, aufzubrechen, kann teil unseres Lebensplanes sein.

Du kennst vielleicht das Prinzip der Raumqualität, die in Familienaufstellungen gut sicht- und erlebbar wird. Das kannst Du auch für Dich allein. Stell Dich irgendwohin und erspür Deine Bedürfnisse und sieh über die Jahre Deine Entwicklung, Deinen Plan. Dann stell Dich einen Schritt daneben und mach dasselbe mit Deinem Vater/ Deiner Mutter – auch in Bezug auf Dich. Und dann stell Dich nocheinmal an einen anderen Punkt und spiel und fühl das Ganze für Deine Kinder oder andere Menschen, ebenfalls in Bezug auf Dich, durch. Und dann sieh Dir aus all diesen Positionen und Raumqualitäten auch noch Dein tatsächlich gelebtes Sein an. Du wirst viele neue Anregungen und Erkenntnisse daraus ziehen …

In jedem Fall aber, solltest Du damit aufhören Dich selber, Dein Innerstes, Deine Urbedürfnisse und ‚Harmonie- Gene‘ zu ver-raten!

Ganz in diesem Sinne:


 
 
 


Verrat!

6. Januar 2026

Ein wirklich schlimmer Begriff, tiefe Verletzungen die er auslöst, die wir alle kennen und schon erlebt haben.

So wunderbar helfender Rat sein kann, so schmerzlich all die Ver-rate. Wunderbar ein Haus, das Rat- Haus, an das sich jedermensch vertrauensvoll wenden kann, in dem einem geholfen wird. Um so schlimmer die heutigen Rathäuser, die sich tagtäglich neue Schikanen und Abzocken gegen die Menschen ausdenken, sie zu Bittstellern degradieren, also ver-raten.

Jeder von uns erinnert sich noch an schmerzliche Verrate, wenn beste Freunde oder Freundinnen sich den Eintritt in ihre bewunderten Cliquen erkauften, indem er/ sie ihnen Deine ihm/ ihr anvertrauten Geheimnisse verriet und lächerlich machte. Jeder erinnert sich an irgendeinen Verrat einer/ eines ehemals Geliebten oder der Verrate im Kollegenkreis.

Doch das sind bei Weitem noch nicht die schlimmsten. Denn gegen sie konnten wir uns, zumindest theoretisch bzw. nachträglich gesehen noch wehren. Weitaus schlimmer die ganz frühen, die ersten Verrate, die uns oft lebenslang traumatisieren, obwohl wir uns nicht mehr bewusst an sie erinnern. Da ließ uns vielleicht das einzige, heiß geliebte Wesen, unser Ein und Alles, unsere Mutter schreien anstatt zu trösten, verließ uns für uns endgültig, obwohl für sie nur für kurze Zeit, entzog uns ihrer Figur wegen, diesen wunderbar weichen Busen inklusive herrlichster Milch, spielte lieber mit ihrem Handy als mit uns … Oder später dann schlug sie sich vielleicht auf die Seite unserer Kindergärtnerinnen und Lehrerinnen, auf die der Haareschneider oder schmerzzufügenden Impf- oder Zahnärzte anstatt auf unsere, usw.

Wir waren es über die längste Zeit unserer Evolutionsgeschichte hindurch gewohnt mit allen, zu aller Vorteil, zu kooperieren, waren absolut soziale Wesen, haben dieses ‚Harmonie- Gen‘ also immer noch (tief) in uns. Das ist der Grund, warum Verrat, der all das verrät, so ganz besonders schmerzt.

Doch man glaubt es kaum: Wir selber toppen diesen Schmerz sogar noch tagtäglich, ohne es zu merken! Darüber morgen mehr.

– lichst