Der Fluch des Denkens

8. Juni 2025

Was bilden wir uns nicht alles ein, wegen unserer angeblichen ‚Krone der Schöpfung‘, wegen unserer Denkmöglichkeiten, unserer Intelligenz!?

Doch sieh Dir einmal ein Krokodil, eine Schildkröte oder Ameise an. Die sind, mit Verlaub, strohdumm, haben aber schon zig bis hunderte Jahrmillionen (unverändert, da perfekt) überlebt, während wir Menschen sozusagen die Azubis, die Lehrlinge, dieser Evolution sind, mit unseren schlappen 5 oder 6 Millionen Jahren.

Und was hebt uns so vorgeblich raus aus dieser Schöpfungsgeschichte/ Evolution? – Richtig! Unser Denkvermögen!

Und woher stammen all unsere Probleme? Was verhindert uns, unser Paradiesleben?

Richtig! Genau dieses Denkvermögen!

Dieses Denken ist das, was für den Säbelzahntiger die Zähne oder die Schwanzfedern der Pfaue waren. Beide sind ausgestorben oder am Aussterben. Denn Herumgeprotze kam noch nie so wirklich gut an     

Und obwohl wir unserem Intellekt angeblich soviel zu verdanken haben: Warum bitte meditiern so viele? Wo das doch nichts anderes bedeutet als möglichst gedankenfrei zu werden.

Oder diese vielen Weisen ud Wundertätigen Indiens! Angeblich ausschließlich durch’s Nichtdenken!

Ich hab einmal mit einem überaus erfolgreichen Heiler sprechen dürfen, der seinen Erfolg einzig auf das Nichtdenken zurückführte …

Auch ich, wenn ich absolut glücklich oder zufrieden bin, ‚ertapp‘ mich immer beim Nichtdenken.
Oder warum ist Sex so schön? Weil wir dabei so viel denken?! Hm?     

Versuche Dein Denkvermögen wie ein Werkzeug zu sehen. Wenn Du es brauchst, nimm es aus der Kiste. Aber nur dann!

Denken als Selbstzweck wird von den Buddhisten nicht zufällig mit sinnlos herumtobenden Affen in einem Baum verglichen. Das kostet enorm viel Energie und hilft uns nicht nur nicht weiter (beobachte nur einmal, wie oft Du ein und dasselbe denkst!) sondern hält uns auch noch von unserem Sein ab. Wir sind nämlich nur wir, wenn wir nur sind.

Ich weiß, das klingt blöd, beinhaltet aber alle Weisheit, alles Glück dieser Welt!