… den Unglücklichen, Unbescheidenen, den manisch Konsumierenden, den immer weiter Raffenden und Stolpernden ins Stammbuch geschrieben:
Diese Welt, unser ganzes Leben ist so voller Wunder und Geschenken, dass niemand unzufrieden sein bräuchte. Jedes Lichtspiel, jeder Sonnenaufgang, jedes Wolkenbild könnten wir als Geschenk sehen. Jedes putzige Tierchen, jedes Kinderlachen, jeder Ton, jede Berührung kann uns beschenken. Diese Fülle an Liedern, Bildern, Ideen unterschiedlichster Mitmenschen, Erfindungen, ja sogar bunten Blumen, Steinen und Blättern hätte das Potenzial uns vor Freude hüpfen, zumindest aber lächeln zu lassen. Die ganze Liste der einzig zu unserer Freude existierenden Geschenke könnte ich hier gar nicht hinschreiben. Diese Überfülle ist zu unvorstellbar. – ‚Nur‘ erlebbar! ![]()
Ja, es geht sogar noch weiter! Was wäre wenn dein nächster Herzschlag, Dein nächster Atemzug nicht mehr käme? Hm?
Aus!
Es wäre plötzlich alles vorbei für Dich. Also ist doch auch jedes Herzpochen, jeder Atemzug ein seltenes Geschenk.
Oder, etwa nicht!?
Klar, gibt es immer Reichere, Gesündere, Schönere, Klügere … Doch wir müssen uns nicht immer nach oben orientieren. Ich könnte jetzt ganz böse, doch nicht unrichtig behaupten, dass kluge Achtsame überall und in jeder Kleinheit Wunderbares finden, während wenig Achtsame die ‚großen Dinge‘ brauchen, um irgendetwas wahrzunehmen. Doch ich sag Dir, es ist nur eine Frage des Fokus. So, wie Du bei jedem Mikroskop oder Fernrohr auf weiter oder näher Entferntes, auf Kleines oder Großes fokussieren kannst, hast Du auch im Leben die Wahl ob Du unter dem Preis einer Taylor Swift- Konzertkarte nahezu zusammenbrichst oder Dich freust wenn Du sie unerwartet aus irgendeinem Lautsprecher hörst.
Ich wünsche Dir viel Freude mit vielleicht bisher Übersehenem, Überhörtem, mit bisher nicht Geschmecktem, Erschnuppertem, Gefühltem oder Erdachtem/ Visualisiertem.
– lichst


Veröffentlicht von payoli 