Ein Bauernbub …

16. Februar 2026

… will unbedingt Arzt werden. So wie wir Menschen in noch unverbildetem Zustand einfach sind, lieb und hilfsbereit, will er einfach nur Menschen helfen. Die für ihn beste Möglichkeit schien damals Chirurg zu werden. Leider stürzte er irgendwann 5 Meter in die Tiefe, erlitt ein Schädel- Hirn- Trauma und ist ab da schwer sprachgestört.

Dennoch schafft er das Medizinstudium. Nur als es danach gilt als Arzt seinen Mann zu stehen, steht ihm, obwohl sich seine Sprachleistungen langsam aber doch verbessern, dieses Handicap im Wege und es gibt inmitten der damaligen Ärzteschwemme nur einen Job für ihn. In einem Labor, in dem Sprache wenig Bedeutung hat, Stuhlproben auszustreichen und zu untersuchen. Er kann heute noch so plastisch die ‚Sprengkraft‘ von Stuhlproben im Hochsommer schildern, dass danach kein Abendessen mehr möglich ist     

Doch er ist mit Eifer bei der Sache, erwirbt sich immer mehr Kenntnisse, sieht die Möglichkeiten dieser Art von Untersuchungen voraus und fantasiert sich ’sein‘ Labor der Zukunft zusammen. Nach siebenjähriger Tätigkeit präsentiert er seine Planung stolz seinem Chef. Der allerdings braucht und will nur weiterhin einen verlässlichen Laboranten, der das tut, was von den einsendenden Ärzten und Krankenhäusern gewünscht wird.

Verzweiflung pur! Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als diese sichere Stelle zu kündigen und sich selbständig zu machen. Trotz vieler Kontakte und Werbung lassen Aufträge so lange auf sich warten bis er sich entschließt tausende Kilometer herumzufahren, um Auftraggeber zu keilen, was auch gelingt. Doch im ersten Jahr ist der Umsatz dennoch minus 900.000, im zweiten minus 800.000 €. Erst im dritten Jahr erreicht er den Break-even.

Heute kann er ca. 1000 Parameter aus einer Stuhlprobe messen und beurteilen, ist mit seinen 360 Mitarbeitern höchst erfolgreich, hilft durch seine Erkenntnisse Abertausenden, anstatt als Chirurg nur Einzelnen, wirkt überaus sympathisch und wurde im Vorjahr von den QS24- Sehern zum Arzt des Jahres gewählt: Prof. Dr. med. Burkhard Schütz. Diese ganze Geschichte hier von ihm selber erzählt.

Das ist zweifellos eine ganz wunderbare und berührende Geschichte, wie wieder einmal zeigt, dass man selbst aus Scheiße Gold machen kann. Doch nun kommt die payoli’sche Wende!
Und warum das alles?
Wozu dieser unfassbare, sündteure Aufwand? Wo doch bekannt ist, dass das Mikrobiom, um das es ja geht in der Arbeit von Dr. Schütz, umso vielfältiger und gesünder ist, je einfacher und naturnäher Menschen sich ernähren.
Also all dieser Aufwand nur deswegen, weil die Menschen meinen, sich parout krankmachend ernähren zu müssen, obwohl das maximal Beste kostenlos vor ihrer Haustüre wächst! Also zahlen wir alle mit unserer Krankenversicherung über 100€ pro Stuhluntersuchung, obwohl bereits vorher schon feststeht, dass sie ein krankmachendes Profil zeigen wird. Doch selbst dann wird kein Arzt Rohkost oder Wildkräuter empfehlen, sondern eher wiederum teure Medikamente verschreiben, die diese Bakterien- Schieflage bestenfalls etwas korrigieren, schlimmstenfalls bloß unterdrücken wird.

Das war aber kein Faschings- Beitrag! Das ist unsere tagtägliche Realität