Das Verharren im Nichts

10. Juni 2025

Vielleicht hast Du das schon einmal gehört, erinnerst Dich noch an den Physik- Unterricht: All unsere Materie, alles das wir sehen und angreifen können, jeder Tisch, jeder Mensch, jedes Blatt Papier ist in Wahrheit nichts.

Im ‚alten‘ Atommodell schon konnte man die Größenordungen mit einem Atomkern im Wiener Stefansdom und dem ersten und nächsten, ihn umkreisenden Elektron in München und nur apfelgroß, darstellen. Heute weiß man, dass selbst dieser Atomkern und die Elektronen keinerlei Masse besitzen. Also Nichtse sind, die um Nichtse kreisen und wirbeln und so vorgeben Materie zu sein. Und wir und unsere ganze Welt: Ein Nichts.

Oder ein anderes Beispiel: Wieviel an Materiellem kannst Du benennen, kennst oder siehst Du? Und wieviel kannst oder könntest Du denken, fühlen, fantasieren?

Ähnlich ver-rückt, das Verhältnis von Arbeits- zu Freizeit!
– Ist doch ein eklatanter Unterschied, oder?

Und dieser Unterschied spiegelt ziemlich genau, was auch die Physiker sagen, egal ob sie in atomare Kleinheiten oder ins unendliche All gucken: Ein paar wenige Prozent Materie mit 96, 97 vielleicht 98% ‚Nichts‘ drumherum.

Und weißt Du warum Du nur in diesen paar Prozent lebst? Weil wir darin ‚gehalten‘, darin ‚festgehalten‘ werden!

Ja! Andere Kulturen haben viel weitere Blicke und Welten. Inder haben hunderte bis tausende Götter, die aber für sie Realität sind. Auch für Kinder ist noch alles möglich. Doch wir wurden auf unsere 5 Sinne, da nur sie – fürs Leben vollig irrelevant! – messbar sind, reduziert. Uns wurden alle Fantasien und ‚Gesichte‘, sagte man noch vor 100 Jahren, ausgetrieben. Wir leben ausschließlich Materialismus pur!

Und wir haben uns auch nur allzuschnell und -leicht und ähnlich einem Käfigvogel, der genauso den gesamten Luftraum, dieses Planeten durchkreuzen könnte, an diese Sparflammenleben gewöhnt. Egal, welches Thema wir uns ansehen, wir begnügen uns praktisch immer mit Minimalangeboten.
Die Speisekarten in Restaurants, die Angebote in Baumarkt- oder Reisebüro- Katalogen: erbärmlich!
Die Lebensgewohnheiten der Menschen: erbärmlich!

Das mach Dir einmal klar!
Da pulst, wabbert, regenbogend, glitzert, tönt und gleißt ein unvorstellbar reicher Kosmos um uns herum. Doch wir starren wie das Kaninchen auf die Schlange nur auf ein paar Prozend des Ganzen, auf das Materielle.
Ja, noch viel schlimmer! Wir verwenden das ganze Leben, das so unendlich reich und bunt sein könnte, fast ausschließlich dafür, diese paar Prozent zu erhalten. Oder umgekehrt gesagt: Wir werden von den paar Klarsichtigen in dieser Kleinheit gehalten, um ihnen das, für sie Große zu ermöglichen!

Ein schönes Leben noch!