Viele unserer heutigen Probleme gründen sich in unserer hektischen, oberflächlichen …, wie immer, heutigen Lebensweise.
Vielleicht bietet sich gerade Weihnachten an, zumindest einmal kurz in diese ‚alten Gefühle‘ von Feierlichkeit, Naturnähe, Gottesbewusstsein, Demut, Dankbarkeit … einzutauchen.
Dieses Gedicht von Joseph v. Eichendorff könnte uns dabei helfen. Führt es uns doch um runde 200 Jahre in der Zeit zurück:
Weihnachten
Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh‘ ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.
An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.
Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus ins freie Feld.
Hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!
Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees Einsamkeit
Steigt’s wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit.
Veröffentlicht von payoli 