Was faselt der da …

20. Januar 2024

… immer, von wegen ‚von der Natur lernen‘, ‚die Natur als Referenz nutzen‘ und Ähnlichem, könnten sich meine LeserInnen fallweise denken. Deshalb heute ein konkretes Beispiel:

Altersverblödung, eleganter aber auch verschleiernder, ‚Alzheimer‘ oder ‚Demenz‘ genannt, ist heute allgegenwärtig. Klar könnten wir uns zurücklehnen, die Wissenschaft forschen lassen und hoffen, dass sie uns irgendwann sündteure Medikamente dagegen verkaufen werden.

ODER wir überlegen selber: Hm? Kann es im Sinne der Natur sein, dass wir im Alter verblöden und keine unserer mühsam erworbenen Erfolgs- Erfahrungen an die Nachkommen weitergeben können? Nein, sicher nicht! Besser ausgebildeter Nachwuchs hat zweifellos die besseren Überlebens- und Fortpflanzungs- Chancen.

Was also könnte unsere Hirnaktivitäten fördern? Doch sicher nur die Dinge, die uns auch nutzen! Tja, und das Wichtigste für so ein Tierchen ist nun einmal, immer ausreichend Futter zu finden. Dazu muss es schlau sein um jemandem anderen aufzulauern oder sich gut Plätze merken können, wo es schon einmal Fressbares gab. Diese Herausforderungen fördern das Hirnwachstum und dieses Hirnwachstum ermöglicht das Überleben. Soweit so klar. Solange ich also aktiv bleibe, immer wieder Neues erlebe, bleib ich ‚hell‘ im Kopf! – Und umgekehrt.

Doch wir waren und sind noch immer nicht nur reine ‚Fresser‘ sondern auch (hoch-)soziale Wesen. Sozusagen unser zweitwichtigster Antrieb. Auch dazu brauchen wir Denkkapazität und ‚Speicherplatz‘. Zum Beispiel um Gesten, Mimik, Lautäußerungen gut zu interpretieren, neue Mitgleider zu erkennen, sich Gewohnheiten alter Bekannter zu merken, usw. Solange wir also Sozialkontakte pflegen werden neue Gehirnzellen gebildet. – Und umgekehrt.

Na? War das sooo schwierig, um tatsächlich Wissenschafter zu brauchen!?  

Völlig umgekehrt legen wir in unserer unnatürlichen Verkopftheit unsere Seniorenheime an: Keine (sinnvollen) Aufgaben mehr zu haben, nicht mehr herumzukommen, keine neuen Sozialkontakte mehr zu haben, – und die Deppen sind fertig 

Wohl überflüssig – gerade hier in diesem blog – zu erwähnen, dass viele in Seniorenheime ‚müssen‘, da ihre körperliche Gebrechlichkeit bis Krankheit weder das weiterhin Alleineleben, noch das bloße familiäre Betreuen, erlauben. – Auch darüber könnte man ähnliche Überlegungen und Naturvergleiche anstellen. Doch das überlasse ich Euch, ob wir wirklich krank und gebrechlich werden müssen … 

Egal welches Thema man auf diese Weise durchforstet und die Zivilisations- mit der Natur- Variante vergleicht: Immer dasselbe! Mit ersterer setzt man eine schier endlose Verursachens- und Reparaturkette in Gang die in Summe weitaus teurer und schlechter ist als die, die nahezu von alleine und unerreicht (auch kosten-) effizient flutscht.

Also vielleicht dann doch noch zeitgerecht zu