Der wichtigste Mensch im Leben

18. November 2025

Als Gesundheitstrainer staunte ich oft, wieviele Klienten nicht laut sagen konnten: ‚Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben‘. So umfassend hat man uns, uns entrissen. Mit Narrativen von bösem Egoismus, rücksichtsloser Egomanie und widerlicher Selbstsucht. Dabei ist es ja ganz objektiv besehen Fakt, dass wir uns selbst die Nächsten sind. Ja, sollen wir unseren Nächsten nicht mögen. Selbst die christliche Nächstenliebe funktioniert nur über Eigenliebe. Heißt es doch ‚Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst‘ (Matthäus 22,39).

Nachdem ich bei einem Vortrag kinesiologisch die Kraft der Eigenliebe demonstrierte, erzählte eine Dame aus dem Publikum, dass es reproduzierbar sei, dass Kinder beim Umarmen den Unterschied spüren, ob die Umarmenden sich lieben oder nicht. Ich hab’s ausprobiert. Das funktioniert tatsächlich, je nachdem was man denkt!

Auch das bekannte Bild eines Stufenbrunnens macht klar, dass nur volle Stufen/ Schalen etwas weitergeben können.

Neben den uns übergestülpten Narrativen könnte auch die mechanistische Sichtweise auf unseren Körper, die von der Medizin vorgegeben wird, ein Grund dafür sein, sich nicht zu lieben. Dabei ist es egal wohin wir sehen, ob wir uns die Herzförderleistung, die unvorstellbare Anzahl von Zellen oder in uns lebenden Mikroorganismen ansehen, es ist alles ein Wunder, das man nur lieben kann, denke ich.

Das alles soll natürlich keinerlei Egoismus, den es natürlich sehr wohl gibt, legitimieren! Doch diese Unterscheidung ist für einigermaßen mit ihrem Herzen Vertraute sicher kein Problem …

In diesem Sinne gilt auch mental: