Verrat (3)

18. Februar 2026

Du erinnerst Dich vielleicht noch an die ersten beiden Verrat- Beiträge (1, 2), in denen wir uns darüber klar wurden, dass wir überaus soziale und harmonieliebende Wesen sein müssen, da uns sonst diverse Verrate nicht so sehr schmerzen würden. Auch warfen wir einen Blick auf unsere eigenen Verrate, unsere Selbstverrate, indem wir andere nicht enttäuschen wollen, uns anderen anpassen und dabei vielfach unsere eigenen Bedürfnisse und Sichten verraten.

Doch es geht noch viel weiter. Es gibt auch Verrate an uns, von denen wir gar nichts ahnen, da sie tief in uns verborgen, ja eigentlich verschüttet sind. Verschüttet von wohlmeinenden Eltern, Erziehern, Vorbildern und Lehrern. Wir leben so selbstverständlich unsere Zivilisationsleben, wie wir vor Jahrmillionen unsere Ur- Leben lebten. Mit EINEM RIESENUNTERSCHIED. Damals war jede Sekunde von unserem Inneren gedeckt und gelenkt. Heute ist jeder Handgriff, jedes Wort, jeder Gedanke, jeder Bissen, jede Geste eine Lüge, ein anerzogener Selbstbetrug !

Das mach Dir einmal klar, was das bedeutet immer und jederzeit zu lügen, schauzuspielen, zu betrügen! Klar, wir wissen meist gar nichts davon, so sehr stecken wir in unseren Rollen, wurden wir von klein an in diese Rollen reinsozialisiert. Doch unser Unterbewusstsein weiß es! Das erlebt ununterbrochen unsere ständigen Selbstverleugnungen.

Meinst Du ernsthaft, das würde nichts mit uns tun, das würde keinerlei Auswirkungen haben?! Hm?

Auch unser Körper weiß genau, was alles falsch ist, dass praktisch alles, das wir heute so tun, falsch, im Sinne von gegen ihn, gegen uns selber, gegen unsere Gesundheit ist.

Es ist mit unserem Unterbewusstsein und unserem Körper so, wie zwischenmenschlich: Es gibt die scheinbar angenehmen Duldsamen, die zu allem ‚Ja‘ sagen, everybodys Liebling sind und es gibt die halsstarrigen Querulanten, die unbeugsamen Aufmüpfer. Und wer denkst Du ist langfristig stabiler, in seinen Reaktionen vorhersehbarer, vielleicht sogar gefährlicher?!     

Genauso verhält es sich mit den in uns unterdrückten ‚Instanzen‘: Unser ‚Pech‘ ist, dass diese zu gutmütig, zu tolerant sind. – Und damit viel zu weit über sich hinausgehen. Das ergibt dann die Sauf-, Rauch-, Risiko- und Dauer-gut-drauf- Menschen, die nichts umhauen kann. – Scheinbar! Wer fragt schon nach Jahren oder Jahrzehnten nach, was mit denen passiert ist. Am Wählerverhalten ist bestens dokumentiert, WIE kurz das Menschengedächnis reicht. Ebenso sehen wir immer nur die Strahler und Glänzer und halten das für erstrebenswert und nachahmenswürdig.

Insoferne sind häufig Kranke besser dran als so robust Gesunde. Denn ihnen zeigt ihr Körper umgehend jeden Fehler, während Zweitere weiter und weiter in ihre Irrtümer und Verbrechen gegen Leib und Seele stolpern, um irgendwann schmerzlich aufzuwachen …

In diesem Sinne wünsche ich Dir einen aufmerksam sensiblen Körper samt wachem Geist auf dem Weg in ein erfüllendes





‚Du bist ein Arschloch‘

18. August 2025

Ja, solche Anschuldigungen gibt es genauso wie es dieses Schimpfwort gibt. Obwohl sich mir noch nie erschloss, warum gerade dieser wichtige Körperausgang zum Schimpfwort werden konnte. Ich möchte keine Welt voller, mangels Anus, Explodierender oder a la Humpty Dumpty Herumtorkelnde erleben müssen     
Doch vermutlich stammt dieser Verruf von Konsistenz und Geruch der ‚Normalköstler‘- Ausscheidungen.
Kein Reh, kein Hase, die allesamt appetitlich geruchlose Kötel fallen lassen schimpft in dieser Weise     

Doch selbst wenn wir dieses Böswort als solches akzeptieren: Wie wurde jemand zu so einem A…? Doch nur durch ebensolche Vorbilder in seinem Leben, durch die sogenannte Erziehung. Denn so ein unschuldiges Kind, dass ‚blank‘ wie ein leeres Blatt Papier zur Welt kommt … Und selbst wenn bereits Böses auf seinem Blatt stünde: Das wäre auch wieder nur das Erbe von A…!

Ok, so gesehen kann der Beschimpfte also gar nichts für sein so sein. Er wurde dazu gemacht.

Klar man man seinen Charakter, sein Sosein auch verändern. Das ist ja das, was dieser payoli hier ständig ‚predigt‘, dass wir alles vermögen.

ABER! Großes ABER! Dafür bedarf es erst einmal eines Bewusstseins. Dieser Mensch muss erst einmal

erkennen, dass er sich fehl verhält und

glauben können, dass er sich ändern kann.

Wenn er aber doch zu einem A… gemacht wurde! Dann werden ihm wohl Selbstzweifel und Göttlichkeitsglaube eher fehlen. Sonst wär er ja kein A…!

Also diese Katze beißt sich gehörig in den eigenen Schwanz!     

Doch es kann klappen! Durch stete, am besten liebevolle Rückmeldungstropfen können selbst A… höhlen. Und/ oder ein langsames Annähern an ein paradiesisches Leben, das den Geist im Handumdrehen selten klar macht. In diesem Sinne plädiere ich immer noch gerne für