Scheiße

Nicht zufällig dienen alle unsere Ausscheidungsprodukte auch als Schimpfworte. Sie stinken tatsächlich erbärmlich und sind sozusagen nicht salonfähig.
Der Ausdruck ‚Geld stinkt nicht’ geht bereits auf die Römer zurück, bei denen gut gezahlt wurde, für den Abtransports des Latrineninhalts.

Wie kann das sein, dass etwas das so lecker schmeckt zu solch einer ‚Gülle’ wird? Was passiert da im Körper?
Warum müssen wir unsere eigenen Ausscheidungen mit WC- Tricks augenblicklich verschwinden lassen, um nicht in Gestank- Ohnmacht zu fallen? Müssen wir WC- Düfte, hochparfümierte Duschgels und Antitranspirantien verwenden?

Denken wir einmal – ganz payoli- konform – schlicht und einfach.
Wie würde es uns ergehen, wenn wir in der freien Natur solche Duftmarken hinterließen?
Ja, richtig! Wir wären im Nu von Raubtieren aufgespürt und wenn schon nicht gefressen, so zumindest gejagt.
Und die freilebenden Tiere? Die stinken weniger?
Ja! Deren Geruchs- Spektrum bewegt sich von völlig geruchlos bis Eigengeruch.
Falls Du mal auf einer Wiese ein Hasenkötel findest, riech mal dran. Das kann man nicht nur angreifen, ohne sich zu beschmutzen, es ist auch absolut geruchlos.
Womit wir vom Geruch zum Verschmutzungsgrad des Kotes kommen: Brauchen freilebende Tiere Klopapier? Haben sie schmutzige After?
Nein, weder noch!
Es ist sogar so, dass man die Gesundheit und Ernährungsgewohnheiten der Menschen am Klopapierverbrauch messen kann: Je zivilisations- und damit fehlernährter, desto schmutzender und stinkender die Ausscheidungen.
Was für Tiere gilt, gilt auch noch immer für uns. Wenn wir uns artgerecht ernähren, das heißt rohköstlich vegan, sind unsere Ausscheidungen praktisch geruchlos, der Kot nicht schmutzend, der Schweiß fast reines Wasser.
Es gibt sogar die Geschichte eines Rohköstlers, der von seinen Freunden, wegen seiner Geruchfrei- Schilderungen immer wieder gehänselt wurde. Das hat ihn so geärgert, dass er seine Notdurft in einen Schuhkarton verrichtete, diesen unter den Tisch stellte, seine Freunde einlud und den ganzen Abend hindurch immer wieder fragte, ob sie nicht auch fänden, dass es hier nach Scheiße rieche. Nachdem sie oft genug verneint hatten, griff er unter den Tisch und stellte den offenen Karton vor sie hin … 🙂

Unter Jägern und Gourmets gilt der Darminhalt von Wachteln sogar als besondere Delikadesse. Klar, diese freilebenden Vögel picken sich den ganzen Tag nur beste Kräuter aus der Wiese und diese werden, da das ihre artgerechte Nahrung ist, optimal vom Körper verarbeitet und aufgenommen, während unser Essen im Darm fault, gärt, gast und jede Menge Probleme macht. Bloß weil wir nicht einsehen können, was wir jedem Auto zubilligen: Dass es genau den Treibstoff kriegt für den es gebaut wurde.
Auch wir sind nur an eine Art von Ernährung angepasst!
Um zu wissen, wie so eine Optimalversorgung aussieht, braucht man weder Ernährungswissenschafter noch kluge Bücher. Man braucht sich bloß zu überlegen, mit welcher Nahrung unsere frühen Vorfahren, im Regenwald und in der Nachbarschaft der Primaten, wohl in Kontakt gekommen sind: Mit Früchten und Grünem sicherlich im Übermaß, mit Nüssen, Samen und Wurzeln seltener, aber doch, mit Fleisch nur in sehr geringen Mengen, da uns alle Raubtierattribute (Krallen, Reißzähne, kurzer Darm, etc.) fehlen. An Eier kamen wir vermutlich immer wieder, aber auch eher selten und an artfremde Milch gar nicht, denn keine Wildstute, keine Büffelkuh lässt einen Fast- Affen an ihre Zitzen.
Da Primaten auch noch nie mit Kochtöpfen oder am Lagerfeuer gesehen wurden, ist auch nicht anzunehmen, dass wir früher gekocht, und uns damit an Kochkost gewöhnt, haben könnten. Wir können also nur an rohe Früchte, Gemüse, Nüsse und Samen optimal angepasst sein.
Und tatsächlich, wenn man das ausprobiert, wird man sehen, dass man sich wieder ganz wunderbar riechen kann 🙂

Tja, so weit kann Scheiße einen führen …
Sogar zu einem wunderbar naturrichtigen Leben … 😉

 

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