Krebs- Abstrich- Skandal in Linz

„Eine Arzthelferin lässt ‚aus Mitleid’ 99 Befunde zu auffälligen Krebsabstrichen verschwinden – und keine Patientin erleidet dadurch einen Schaden. Dieser eigenartige Fall charakterisiert ein chaotisches System, das jene Frauen gefährdet, die es eigentlich schützen sollte…..
Mehr als 5000 Operationen an der Gebärmutter als Ergebnis einer falsch verstandenen Krebsvorsorge: Gynäkologen setzen lieber auf HPV- Impfung denn auf Reform“ (Profil Nr.16 vom 19. April 2010)

Die Arzthelferin Astrid S. wurde zu einer symbolischen Geldstrafe von 700€ verurteilt, ihre Patienten bedankten sich bei ihr, eine fragte: ‚Sollte man stattdessen lieber die ganze Krebsvorsorge bleiben lassen, wenn sie die betroffenen Frauen in Todesangst versetzt und dabei offenbar in erster Linie Fehlalarm und Fehlbehandlungen produziert?’
Bei einer sofort anberaumten neuerlichen Untersuchung ergab sich in 93 von 99 Fällen ein unauffälliger Pap- Abstrich!!!
„Ein konkreter Pap V hatte sich überhaupt in Luft aufgelöst. Der Gutachter tippte auf Spontanheilung.“

Na klar! Das heißt es immer, wenn ihnen sonst nichts mehr einfällt!
Sehr interessant auch, dass sich in diesem Fall alles nur um das ‚Verbrechen’ dieser Arzthelferin drehte.
Die vermutlich tausenden unnötig in Todesangst versetzten oder überhaupt unnötig verstümmelten Patientinnen dieses Herrn Gynäkologen sind offensichtlich weniger wert als ein paar unterschlagene Zettel, die offensichtlich nichtmal das Papier wert sind. Der Herr Doktor wird weiter’arbeiten’ wie bisher …

So sieht also unser Gesundheits(!)- System aus!
Für mich, dem selber fast 25 Jahre seines Lebens von diesen Weißkitteln gestohlen wurden, ist das nicht weiter überraschend. Ich mach nun schon lange seeeehr große Bögen um diese Brüder 😉
Alle noch Gutgläubigen mögen sich diesen Fall deutlich sichtbar neben den Badezimmerspiegel kleben!
Weiterlesen unter Pöse, pöse Medizin und Diagnose- Mord

8 Responses to Krebs- Abstrich- Skandal in Linz

  1. ingja sagt:

    Zu diesem Thema könnte ich wohl eine Menge schreiben. Wir machen einen Arzt zum Gott, weil die Erwartung zu hoch ist. Erfüllt dann einer nicht die Erwartung, sind alle anderen grundsätzlich schlecht.

    Trotzdem erwarte ich, dass ein Arzt genau aufklärt über die Krankheit, die Art der Behandlung und die evtl. Konsequenzen.

    Ich erwarte, dass er mich als Patient nicht als eine Sache betrachtet, sondern als Mensch und entsprechend sorgfältig mit meiner Gesundheit umgeht. Das er mir auch zuhört, wenn ich etwas zu sagen habe und auch meine Ängste respektiert.

    Ein Arzt sollte nicht nur die Organe sehen, sondern auch die Psyche mit einbeziehen. Er sollte begreifen, dass ich meinen Körper, die Reaktionen besser kenne als er und das auch bei seinen Überlegungen einer Diagnose und Verordnung von Medikamenten mit einbeziehen.

    usw. ect. pp………

    Nach dem Urteil von Ärzten hätte ich schon mit Anfang Dreißig nicht mehr arbeiten können und hätte ein Leben lang Psychopharmaca nehmen müssen, würde ich einfach tun, was die verordnen. Mein eigenes Denken und Handeln hat mich „gerettet“. Das nur als Beispiel.

    Ach ja, leider müssen einige Ärzte darunter leiden, was ihre Kollegen verschlampen, denn ich bin mir sicher, es gibt noch welche, die ihren Hippokrates-Eid ernst nehmen.

    Lieber payoli, das ist ein Beitrag von Dir, dem durchaus weitere auf diesem Gebiet folgen könnten.

    Liebe Grüsse
    🙂

  2. payoli sagt:

    Na bitte, dann wärst Du ja auch fast ein Ärzte- Opfer geworden!
    Ich glaub nicht, dass bloß Einzelne ’schlampen‘. Ich halte das ganze Medizin- Denken für grottenfalsch.
    Demnächst gibt’s etwas drüber. – Wie Du es bestellt hast 😉
    Liebe Grüße!

    • ingja sagt:

      Fast… ich bin eins, aber das versuche ich zu ändern und das hier zu diskutieren, sprengt den Rahmen :-).

      Toll, ich bestelle, Du lieferst … klasse! 🙂

      Liebe Grüsse
      🙂

      • payoli sagt:

        Spreng ruhig den Rahmen! …
        Kannst aber auch gern einen Gastbeitrag für den blog hier schreiben, wenn Du Lust hast bzw. Dich dieses Thema sehr bewegt.
        Bussi

        • ingja sagt:

          Lieber payoli,

          ich danke Dir für das Angebot. Doch möchte ich das Feuer, das inzwischen zur Glut geworden ist, nicht neu entfachen. Ich versuche einen Weg zu gehen, der sachlich gelöst werden soll. Denn wenn ich das Feuer entfache, dann wird mir nichts weiterhelfen. Meine Spannung ist ganz groß, wie sich dieser Weg gestalten wird, denn leider bin ich ein sehr emotionaler Mensch. 🙂

          Liebe Grüsse
          🙂

        • payoli sagt:

          Ja, ist auch ok, diese Einstellung …
          Schönes Wochenende!

  3. payoli sagt:

    Danke, bin am ‚weitermachen‘!
    Liebe Grüße!

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