Wo bleibt der Mensch?

29. November 2025

Ja, ich will Dir heute eine Frage stellen, in der Hoffnung damit Dein Leben, Dein bisheriges Leben, Dein Weltbild zu zerstören. Nein, nicht weil ich so ein Böser bin! Sondern weil das wirkliche Leben Platz braucht, der im Moment fehlt, da alles völlig vollgerammelt ist mit falschen Bildern von Menschen und Leben.

Also überleg Dir gut, ob Du wirklich weiterlesen willst!     

Bekanntlich unterliegt unsere Sprache, unterliegen unsere Worte stetiger Veränderung. Die Frage ob Denk- und Verhaltensänderungen die Sprachmodifikationen verursachen oder umgekehrt ist ähnlich müßig wie die Sache mit dem Huhn und dem Ei. Doch in ersterem Fall betrifft es uns und unsere Leben und das sollte uns weder egal sein, noch so kritiklos hingenommen werden. Denn uns wurde eine so unvorstellbare Harmonie und Fülle geschenkt, dass jeder Verlust eines auch noch so kleinen Fitzelchens davon schlicht und einfach unannehmbar wäre. – Möchte man meinen!     

Doch bekanntlich höhlen selbst weichste Wässer härteste Felsen …     

Also, zur Frage:

Wo, denkst Du, bleibt in dieser heutigen Welt und Gesellschaft der Mensch?

Wo bleibst Du?

Wo bleiben all Deine Bedürfnisse?

Wo bleibt Dein Menschsein?

In der Shopping- Mall, im Büro, im Auto, vorm Fernseher …? Bei Plastik- Produkten aus China, mit Medikamenten, bei Geräten und Maschinen für absolut alles?

Was kommt noch (spontan) aus Dir, was nicht nur aus gedankenlosen Wiederholungen und Wiedergekäutem Fremdens?

Was macht DICH aus? Die individuelle Zusammensetzung unterschiedlichster Konsumgewohnheiten? Das Wiederholen von, von anderen Gehörtem? Deine Kleidung, die Mode, die sich Weitabferne ausdachten? Deine Hobbys, die die Freizeit- Industrie erfunden hat?

Das alles soll schöpferisch sein, soll Deiner Schöpferkraft gemäß und würdig sein?!

Selbst die sogenannten Kreativen sind nicht mehr kreativ sondern bloß bürokratisierte Abwandler von Fremdem. Ok, man muss auch nicht zwanghaft immer kreativ, immer anders, sein. Doch in alten Omas, die noch aus Militäruniformen oder Flaggen mit ein paar Knöpfen und Schleifen, nette, tragbare Kleider schneiderten oder Opas die aus Teilen abgestürzter Flugzeuge Kuhtränken bastelten seh ich weitaus mehr Lebendigkeit und Einfallsreichtum, Nützlichkeit sowieso, als in allen dekadenten Designern oder Baumarkt- ‚Tätern‘.

Ich will Dir keinesfalls Dein derzeitiges Leben vergällen, schon gar nicht nehmen. Doch Du MUSST wissen, dass Du damit den weit, weit überwiegenden Teil dessen, der Dir geschenkt wurde, der für Dich vorgesehen war, bereits verspielt hast! Verspielt für die Bequemlichkeit, verspielt für’s Dazugehörenwollen, verspielt für die Denkfaulheit, verspielt für das Ansehen, verspielt durch Deine Verbiegungen, die allen Kindern angetan werden …
Doch alle diese ‚Fortschritte‘ denen Du auf den Leim gegangen bist, haben bzw. fordern ihren Preis, einen unbezahlbar hohen Preis: Dein eigenes Leben und Erleben!

Deshalb, versuch zumindest ein Winzschrittchen zurück zu den wunderbaren Schöpfungsgeschenken, zu


 
 
 


Worte schaffen Wahrheiten

29. August 2025

Oder war es etwa umgekehrt? Spiegelt unsere heutige Sprache unsere historischen Irrungen wider und verlängert sie sogar weiter in die Zukunft!?

Es begab sich einst, dass zwei Wesen völlig unterschiedlicher, ja sogar diametraler Kulturen, die nie zuvor Kontakt hatten, aufeinandertrafen:

‚Heee Du! Hände hoch, die Waffen weg! Sonst werd ich ungemütlich.‘

‚Servus, mein Lieber! Was meinst Du mit W A F F E N ?‘

‚Hände hoch, hab ich gesagt!‘

‚Jaja, ich hab schon verstanden. Wollen wir etwa tanzen? – Fein!‘

‚Was faselst Du da von T A N Z E N ? Was soll das sein?‘

‚Auch komm, lass uns gemeinsam bewegen. Alle tanzen doch! Guck, die Schmetterlinge die Ähren im Wind, die Mädchen mit den Burschen …‘

‚Ok, lass uns beginnen. Wir sagen ‚kämpfen‘ dazu. Du darfst die Waffen wählen.‘

‚Jaaa! Auch wenn ihr eine andere Sprache habt. In der gemeinsamen Lebenslust sind wir uns ja doch einig!‘

‚Was soll denn das wieder!? Lebenslust! Nach dem Kampf wird Dein Leben schnell ausgeblutet sein. Und Lust hab ich auf Fleisch, weshalb ich töte und auf Frauen, bevor ich sie mir nehme.‘

[lacht ihn einladend an und wiegt tanzend die Hüften]

[er reagiert blitzschnell, zieht das Schwert und schlägt ihr den Kopf ab]

Tja, wie soll man sich austauschen, ohne gemeinsame Sprache!?

So sind auch in unseren heutigen Leben immer wieder Menschen, Religionen und Medien beobachtbar, die einzig Kriegs- und Kampfretorik beherrschen. Jedes noch so unverfängliche Wort, jede noch so harmlose Handlung wird auf deren kämpferische Schlichtheit reduziert. Da wimmelt es nur so von ‚Kampf‘, ‚kämpfen‘, ‚bösen Mächten‘, ‚Feinden‘, ‚Terroristen‘, ‚Ungläubigen‘, ‚Gegnern‘, ‚Verschwörungstheotrtikern‘, ‚Verweigerern‘ …

Für mich ganz offensichtlich bei Tierdokus, die ich mir deswegen schon lange nimmer ansehe. Da werden einfach einem Geruch nachgehende Wespen als ‚angriffslustig‘ und ‚aggressiv‘ bezeichnet, da ‚kann‘ ein Löwe oder Puma nur Mordgedanken haben, auch wenn er im wirklichen Leben die allermeiste Zeit verschläft und nur eines von vielen bejagten Tieren überhaupt erwischt.

Detto in der Politik: Vernünftig umfassende Gedanken können nur von ‚Putinverstehern‘ kommen! Ein umfassendes Virenverständnis kann nur auf Verschwörungstheorien beruhen. Usw. usf.

Das Traurige dabei ist nur, dass Menschen sich so peinlich bereitwillig auf diesen manipulativen Unsinn einlassen. Doch auch das hat seinen Grund, der gezielt geschaffen wurde:

Gekaufte Schulen und Medien arbeiten mit Volldampf an der Menschenverdummung und

die Menschen werden bewusst in Hamsterrädern gehalten, die keine Zeit zu umfassender Information lassen.

Also stecken praktisch alle in der ‚falschen‘ Sprache und damit im ‚falschen‘ Denken fest. Alle Anderen können nur Schwurbler, Esoteriker, Rechte oder Verschwörungstheoretiker sein!

Weißt‘ was?! Scheiß Dich nix mehr um diese feststeckende Gesellschaft. Lebe Du Dein

und Du wirst sehen, es ist weit einfacher und angstfreier und es kommen immer mehr Menschen in Deine Wort- und Verständniswelt …


 
 
 


Ich, Du, er, sie, es verletzen

25. Juli 2025

Heute, ein absolut leidiges Thema, das bloß zeigt, wie präpotent wir uns in unserem Ego- Denken und Fühlen verhalten. Es geht um das ‚Verletzen‘, das psychische, gefühlsmäßige ‚verletzen‘.

Das klingt verletzend bis verrückt, gell! Klar tut das weh, natürlich bin ich verletzt, wenn mich jemand beschimpft, ignoriert oder ablehnt, denkst Du.

Dennoch gilt:

Niemand kann jemanden mit Worten, Gesten oder Verhalten verletzen!
Es kann sich dieser Jemand nur verletzt fühlen.

Das ist jedoch sein Problem!
Und warum kann sich jemand überhaupt durch immaterielle Worte verletzt fühlen?
Weil er genau in diesem vermeintlich angegriffenen Punkt selber ein Problem hat.

Da das für’s Erste gar so verkehrt klingt, hier das umgekehrte Beispiel: Stell Dir jemanden vor, der völlig mit sich im Reinen ist, der total entspannt in sich ruht, der entweder noch nie ‚verletzt‘, immer nur geliebt wurde oder seine ‚Verletzungen‘ bereits aufgearbeitet, ‚erlöst‘, geheilt hat. Zu dem könnte man doch sagen was immer man will, dem würde das völlig ehrlich am A… vorbeigehen, denn er weiß was und wer er ist, er kennt seinen Wert. So jemanden kannst Du von außen nicht ‚umschmeißen‘.

Daran sieht man wie wunderbar diese Art von Verletzungen auch sind! Sie zeigen uns wieviel und was wir noch zu tun haben. Nicht zufällig oder gar irrtümlich empfahl dieser Jesus schon vor 2000 Jahren, dass man seine Feinde eher lieben sollte     

Das soll aber nicht heißen, dass wir alle davon Abweichenden unflätigst beschimpfen dürfen oder sollen. Immer noch gehört zu einem harmonischen Sozialverhalten, andere höflich bis liebevoll wertzuschätzen.
Denn auch das Umgekehrte gilt natürlich. Auch Schimpfende haben genau mit diesem verteufelten Thema ein Problem.
Wir sehen also, dass wir noch ein weites Stück des Weges vor uns haben …     

Also, an die Arbeit!     
– lichst


 
 
 


Mehr Schlechtes als Gutes

29. Januar 2025

Als Schießscheiben- Schütze hast Du bei jedem Schuss vermutlich 1 Million falsche und nur eine perfekte Treffermöglichkeit.

Ist das nicht ungerecht so ein Schiefhang? Nein, selbst gewählt! Denn man könnte stattdessen ja auch würfeln und hätte das weitaus bessere Verhältnis von 1:6     

Interessanter Weise verhält es sich im Gesundheitsbereich ebenso (obwohl ich in einem anderen Beitrag schon das Gegenteil zeigte). Es gibt zigtausende Erkrankungen/ Diagnosen, aber nur eine Gesundheit. Aber das ist ungerecht! Nein, ebenfalls, wie payoli- Mitleser wissen, selbst verursacht.

Detto, in der Kindererziehung. Der wunderbre Jochen Maaz hat 4 Mutter- und 4 Vater- Fehlerthemen festgemacht, die allesamt lebenslange negative Auswirkungen haben. ‚Themen‘ wohlgemerkt! Von jedem gibt es zahllose Varianten. Man kann also kaum alles richtig machen.

Detto, unsere Speisekarten, wenn wir Essen gehen! Die können noch so umfangreich sein, Du wirst nichts oder nur ganz versteckt und solitär wirklich Gutes finden.

Ähnlich die Angebote von Supermärkten! Da kommen tausende völlig denaturiere Produkte auf eine Apfelsorte, und die ist häufig gespritzt, gewachst, beklebt und eingeschweißt!

Noch einschneidender ist dieser 1: 1000000- Effekt bei unserem Bewusstsein. Wir sind praktisch nie im Jetzt und damit nicht im wirklichen Leben, sondern in unserer Denkwelt, in der wir irreale Zukunfts- und Vergangenheitskonstrukte wälzen bzw. uns in ihnen aufhalten. Selbst wenn wir meinen im Jetzt und gegenwärtig zu sein, denken wir das nur. Leben ist aber sinnlich! Diese Denkwelt nennen wir auch Ego. Und dieses Ego hält uns nicht nur von unserem und anderer Leben fern sondern schafft ALLE Probleme!

Und jetzt wird’s krass und absurd: Es schafft auch erst diesen 1: 1Million- Effekt!

Ja! All diese aufgezählten Probleme gibt es nur in unserer Ego-, Denk- und Zivilisationswelt!

Kein freilebendes Tier macht auch nur einen Erziehungsfehler oder ist je krank. Kein Gänseblümchen braucht Spiele oder ist immer einen Schritt abseits seines Hier und Jetzts.

Man muss sich diesen Wahnsinn ja förmlich auf der Zunge zergehen lassen: Wir haben ein Kleinhirn, mit dem wir absolut überlebensfähig sind, – ohne alle Probleme. Darüber lassen wir aber etwas sich drüberstülpen, das aus allem ein Problem macht. Ja sogar von sich aus Probleme schafft! Denn beobachte doch einmal genau, was uns antriggert. Praktisch nur Dinge, die uns auch am A… vorbeigehen könnten: Was Xi Jinping oder Donald Trump gesagt haben, womit Wissenschafter Angst verbreiten um gut davon zu leben, was Gerüchte besagen, was wir ‚befürchten‘ was sein könnte, was doch schon einmal war … usw.

Ok, zu Beginn unserer Großhirnentwicklung mag es ja Vorteile gegeben haben. Klar, ist man besser dran sich etwas zu merken, etwas dazuzulernen als immer nur reflexmäßig aus dem Bauch heraus zu reagieren. Auch das logische Verknüpfen einiger solcher Erinnerungen kann noch Vorteile verschaffen. Aber dieses Großhirn nicht selten und nur wenn erforderlich, wie ein Werkzeug, zu benutzen, sondern es so wuchern zu lassen, dass es ein ganzes theoretisches Paralleluniversum erschafft, in dem wir uns zu 99% unseres Lebens aufhalten, ist absolut verrückt!

Diese heutige Überschrift ist also ebenfalls ein Produkt dieses theoretischen Kopfkonstrukts. In Wahrheit ist alles gut!
Genau dieses Denkkonstrukt nimmt uns das Leben, unser Erleben und gaukelt uns eine Scheinwelt vor, die es nur in unserem Kopf gibt! Eine völlig gefühllose theoretische und gegenüber dem wirklichen Leben, überaus simple und langweilie Welt. Doch die braucht es, um Heere von Arbeitern und Konsumenten zu schaffen, die die reich machen, die noch gezielt umgehen können mit ihren beiden Gehirnen!

Deine Entscheidung, ob Du weiterhin nur auf Scheiben schießt, Dir Deine Diagnosen holst, diese schöne Welt mit Worten simplifizierst1) und Dein Ego am Steuer belässt oder Dir endlich einmal den Lebenswind um die Ohren wehen lässt     
ganz im Sinne von


 

1) Nur schon das Benennen von allem, die Worte, trennen uns von den Dingen, verunmöglicht uns wirkliches, lebendiges Wahrnehmen und ist natürlich ebenfalls ein Produkt dieser Ego- und Großhirnwelt. Schließlich besteht ja dieses ständige ‚Rattern‘ im Kopf auch aus Worten. Diese Großhirn-, Ego-, Wortewelt ist die theoretische die uns von allem trennt, uns vereinsamt, im Gegensatz zur Sinnes-, Gemeinschafts- und Erlebenswelt des wirklichen Lebens.
 
 
 


 
 
 


Von Bewusstheit zum Bewusstsein

23. Januar 2025

Heute nur ganz kurz, aber enorm wichtig. Wichtig als ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Vollkommenheit. Mentale Vollkommenheit und vollkommene Gesundheit.

Als erster Schritt ist eine gewisse Bewusstheit im Alltag sehr nützlich. Das heißt sich immer bewusst sein, was wir tun, sehen, hören, spüren.
JedeR kann z.B. jederzeit ein Glas ergreifen und einen Schluck darausnehmen. Doch das ist nur die Kleinhirnarbeit. Mit Bewusstheit, sollte uns klar sein, aha, jetzt streckt sich mein Arm in Richtung Glas, jetzt öffnet sich die Zange aus Daumen und den anderen Fingern, jetzt berührt der erste Finger das Glas, ich umschließe es, hebe es hoch, meine Armbeuge knickt ab, das Glas bewegt sich Richtung Mund, meine Unterlippe berührt das Glas, das Handgelenk kippt das Glas, meine Lippen, meine Zunge spüren die Kühle des Wassers … usw. Das ist Bewusstheit! Wir sollten den ganzen Tag wissen wie unsere Haltung ist, wo Kleidung den Körper berührt, wie sich der Füße Druck auf den Boden anspürt, was auf unsere Ohren trifft, welche Gefühle wir eben fühlen, usw.

Noch wichtiger bzw. der nächste Schritt ist das Bewusstsein! In ihm werden alle Worte, die uns ständig das Gehirn und die Bewusstheit füllen durch Bilder ersetzt, es tritt (Wort-)Stille ein! Im Augenblick sein, nicht im Augenblick denken! Schluss damit, alles mit Wortetiketten zu bekleben! Eine Wolke oder der Nachbar werden nicht einfach unter ‚Wolke‘ oder ‚Herbert‘ abgelegt, sondern umfassend wahrgenommen. Also weiterhin alles aus dieser beschriebenen Bewusstheitswelt wahrnehmen, jedoch in Bildern, Gefühlen und in Wortstille. Das ist Bewusstsein!

Ein guter Anfang da reinzukommen ist das Beobachten des Atems. Zu spüren wie wir ein- und ausatmen, wie die Luft durch die Nase einströmt und sich bis in den Bauch ausbreitet. Ja, ich weiß, sie gelangt nicht wirklich in den Bauch. Doch es geht um die Visualisierung unserer Aufmerksamkeit und damit Energie. Etwas fortgeschrittener kannst Du dann Deine (heilsame) Energie an jede beliebige Stelle Deines Körpers lenken.

Probier’s gleich einmal aus!
-lichst


 
 
 


Entlarvende Worte

3. September 2024

Was haben die Begriffe ‚Impfgegner‘ und ‚Nichtraucher‘ gemeinsam?
Die Absurdität, das Normale, das völlig Selbstverständliche und Natürliche durch die Verneinung von Künstlichem, Krankem, Süchtigem … auszudrücken!

Diese Absurdität hat natürlich, wie alles, eine Geschichte. Die ersten Vokabel unserer Evolution bezogen sich sicherlich auf Natur- und Lebensphänomene. Später kamen zweifellos immer mehr Begriffe für ‚Menschengemachtes‘ dazu. Bis zu irgendeinem Punkt mag ja auch das noch sinnvoll gewesen sein. Doch so wie ein Riesentanker oder Rennauto nach einem Bremsvorgang noch weiterzischen, war es vermutlich auch mit unseren Erfindungen. Auch die zischten und zischen nach dem Überschreiten der Sinnhaftigkeit und Gesundheit noch weiter. Und all dieser Unsinn musste natürlich auch benannt werden. Deshalb gibt es Raucher, Impfungen, Alkoholiker, Wähler, usw. Bald schon ist ‚dank‘ dieser Benennungen, das Böse, das Kranke oder Absurde so alltäglich, dass das Gegenteil nur davon abgeleitet werden kann. Auch wenn es damit in seiner Hirnrissigkeit kaum zu überbieten ist.

Wir haben uns aber auch an zahllose nichtverneinende Groteskbegriffe gewöhnt. ‚Lehrer‘ zum Beispiel klingt so ‚immer schon dagewesen‘ und harmlos, bezeichnet aber, wie oft schon hier am blog zu lesen, die schlimmsten Lebendigkeits- und Kindervernichter und Manipulatoren. Oder der von Kreisky erfunde ‚gesicherte Arbeitsplatz‘! Bitte wer braucht Arbeit!? Die Menschen bräuchten gute Leben, keine Plackerei!
Oder ‚Langhaariger‘ war in meiner Jugendzet ein besonders verhasster Begriff. Nur weil in der Nazizeit allen Burschen völlig blödsinnig die Haare bis rauf zum Scheitel geschoren wurden, was ja selbst laut der Bibel schon ein Kraftraub und Entwürdigung ist, musste für normales Haarwachstum dann ein eigenes, abwertendes Wort her!

Heute sind Nagelstudios ebenso ’normal‘ wie die Mobilität, das Krankenhaus so etabliert wie die Suchtszene. So hilft die Sprache mit, uns völlig Unnatürliches, Schädigendes und Nachteiliges unterzuschummeln!

Deshalb ist einer der besten Grundsatztipps und Lebenshilfen akribisch und sehr kritisch, bei allem immer zwischen Natur- und Menschengemachtem zu unterscheiden.
Ja, auch das ist Teil von


 
 
 


Sooo viele Worte!

11. Juli 2024

Beim Film ‚HOPE‘, den ich nur jedermensch herzlichst empfehlen kann, wurde mir diese unsere Zivilisationssackgasse nocheinmal so richtig klar:

Einerseits so wunderbare Menschen, vor deren Wortspenden man fast nur knien kann. Andererseits: Wieso braucht es soviele Worte um im Grunde ja doch nichts damit zu erreichen, im Gegensatz zur Macht der Gefühle und der Liebe!

Sie kommt völlig ohne Worte, ohne Intellekt, ohne Wissen, aus und schafft dennoch das einzige immer und immer wieder, was Bestand hat:

Leben, das leben will und einzig durch die Liebe, wieder Leben schafft!

Ich kann nur jedermensch empfehlen sich an die Liebe der Tiere zu halten, die uns Zivilisations- ‚Gestörten‘ die Liebe sozusagen konserviert haben. Man braucht sich nur anzusehen, wie bedingungslos Hundeliebe sein kann, wie eigenständig, und dennoch liebevoll und verschmust Katzenliebe ist, wie bedingungslos Hasen, Meerschweinchen, Wellensittiche, … ihre Jungen lieben!

In diesem Sinne, ganz -lich:


 
 
 


Im Wort- Gefängnis

7. November 2023

Oft schon habe ich hier betont, dass wir unsere Schöpferkraft nicht unterschätzen, schon gar nicht missachten, sollten. Denn durch unsere Gedanken und Taten schaffen wir unsere Zukunft und unsere Schicksale.

– Und durch unsere Worte, unsere Sprache!
Doch das birgt in gewisser Weise eine besondere Perfidie. Denn die Entwicklung der Worte, der Sprache, waren und sind ein besonderer Evolutionssprung, der vieles erleichterte. Doch muss man auch sehen, durch welch harte, um nicht zu sagen brutale Zeiten diese Sprache schon ging und Teile davon ‚mitnahm‘. Wenn man bedenkt, dass wir großteils nur in dieser Sprache denken und kommunizieren können, wird schnell klar, wie sehr wir durch dieses Spracherlernen in eine vorgefertigte Welt gesetzt wurden, die viele andere Denk- und Lebensmodelle ausblendet oder zumindest hinter dem ‚Tellerand‘ verborgen hält.

Wollen wir, wie es diese derzeitigen Wandelzeiten uns nahelegen, zu neuen Ufern aufbrechen, sollten wir gleich einmal den Wort- und Sprach- Anker lichten! Denn mit alter Sprache ist nichts Neues, mit nur ‚Schwarz‘ und ‚Weiß‘, kein buntes Bild zu schaffen. Das heißt, die derzeitige Sprache wäre kritisch auf Altlasten abzuklopfen, Schlimmstes zu vermeiden und durchaus auch neue, achtsamere Worte zu erfinden. Oder, ich hab das hier am blog sozusagen als Paartherapie schon einmal angeregt, uns wieder mehr auf’s Schweigen, auf Gesten, einfache Laute, Blickkontakte, etc. fokussieren.

In diesem, auch kommunikativ naturnäheren Sinne:


 
 
 


Ein Spiel

6. Juni 2022

Stell Dir vor, ich bin unter die Spiele- Erfinder gegangen!
Nein, nicht wirklich.
Mir ist bloß eine spielerische Methode eingefallen, wie wir uns, unser Denken, unser Verhalten und damit uns besser kennenlernen könnten.
Du oder Ihr schreibt auf ein Blatt Papier Worte, die Euch einfallen, die vielleicht eine gewisse Bedeutung für Euch haben.
Danach sucht Ihr allein oder in Gemeinschaft Zusammenhänge zwischen einzelnen Begriffen. Das kann in Form von Kausalketten, also ‚wenn …, dann …‘ passieren. Oder auch ’nur‘, dass einzelne Begriffe für Euch einen gemeinsamen Nenner, einen Zusammenhang haben. – Für jemand anderen vielleicht gar nicht. – Warum!?
worteDiese Zusammenhänge kann man auch noch grafisch durch verschiedenartiges Verbinden dieser Begriffe festhalten.

Jaja, ich weiß. Da gibt es keine Gewinner und so …
Doch ich hab eine Riesenfreude mit dieser Idee. Vielleicht auch, weil seit der Kinderzeit meiner Kinder der Wunsch in mir rumgeistert eine Spielesammlung zusammen zu stellen, in der es weder Gewinner, noch Verlierer gibt. Nur war ich bisher zu blöd/ einfallslos dazu. Aber jetzt ist zumindest ein Anfang gemacht     

Ich wünsch Dir viel Spaß und Selbsterkenntnis damit!- Die Tantiemen für dieses Spiel darfst Du selber ‚verprassen‘   

 

 

 


Sprich DU

4. August 2021

Ja! Sprich in wichtigen Momenten nicht deutsch, nicht englisch, nicht türkisch, was immer …
Sprich Deine Sprache! Deine ureigendste ‚Ursprache‘!
Sprich DU!

Wir müssen wissen, dass all unsere Sprachen von unseren Vorfahren entwickelt und übernommen wurden.
Es ist natürlich ganz wunderbar, dass wir dieses Erbe nutzen dürfen und die Vorteile davon, uns konkreter und präziser ausdrücken zu können, als mit einfacher, lautmalerischer, gestischer ‚Affensprache‘, schätzen dürfen.
Dennoch kommen aus uns selber oft tiefere Gefühle, Wahrheiten und Intuitionen, die sich mit Worten nicht ausdrücken lassen.

Wenn Du magst, versuch es einmal ganz für Dich allein. Denke an eine sehr gefühlvolle Situation und stell Dir vor, Du würdest sie nicht mit Worten sondern mit und in Deiner ‚Fantasiesprache‘ ausdrücken.
Das können Fantasielaute, Gesten, Blicke, Berührungen, Schreie, Gesumme,, Geächze, Gestöhne, Singen, Brummen, Wortaneinanderreihungen, Silben, Gerappe, Gehauche … sein.

Ja! Genier Dich nicht! Probier es!
Hauptsache ist, dass Du Dich dabei völlig ehrlich und unverstellt direkt ausdrückst.

Worte sind bereits sehr ‚kompliziert‘ und ‚weit vom Stamm‘ des ‚Kommunikationsbaumes‘ entfernt; sozusagen die feinen Ästchen, die nie ausdrücken können, was der Stamm meint …
Spür selber nach oder probier es für Dich aus, wie Du Dich am besten völlig ehrlich und ‚unzivilisiert‘ ausdrücken kannst.

Es ist auch eine wunderbare Partnerschafts- Übung sich eine Zeitlang nur gestisch/ animalisch/ körpersprachlich zu verständigen.
Ja! Es klingt unglaublich, doch jedes Stückchen weg von der Dualität, die nun einmal wortgebunden ist, ist eine Wohltat, ein Segen. Wir brauchen dazu bloß unsere alten Muster, Gewohnheiten und Hemmungen abzulegen.

Es ist zum Beispiel im ganzen Tierreich völlig normal und war es auch Jahrmillionen lang für unsere Vorfahren, Zuneigung und Nähe durch Ablecken und/ oder Streicheln auszudrücken.

Bedenke: All die Tiere weltweit sprechen keine Sprache in unserem Sinne und finden dennoch die richtigen Partner, leben erfolgreich ihre Leben, ‚erziehen‘ ihre Jungen zu lebenstüchtigen Wesen und haben keinerlei Probleme mit Drogen, Konflikten, Trennungen, Nöten …

Oder Kräuter und Bäume! Sie haben keinerlei Sprache in unserem Sinne und leben, vermehren und kommunizieren dennoch bestens und helfen vielen anderen Wesen. Einschließlich uns Menschen. – Sofern wir ihre Hilfe annehmen …


In diesem Sinne: