Destilliertes Wasser

Eine selbsterlebte Uralt- Geschichte an die ich kürzlich wieder erinnert wurde:

Lang, lang ist’s her, da wollte ich die Wirkung destillierten Wassers an mir ausprobieren. Denn es geht die Theorie, dass solch ein Wasser ‚absolut leer‘ und damit besonders aufnahmefähig für Abzutransportierendes sei.
Ich fuhr mit meiner 25l- Ballonflasche zu einer bekannten Drogerie, von der ich wusste, dass da selbst destilliert wurde, ließ mir die Flasche füllen, fuhr heim und kostete.
Das Wasser schmeckte seeehr neutral. Ich begann meine Versuche und Beobachtungen.
Irgendwann holte ich eine weitere Flasche. Auch sie war ok.
Bei der dritten Flasche spieh ich den ersten Schluck gleich wieder in weitem Bogen aus. – Ich möchte dazusagen, dass ich mich damals schon einige Zeit rein rohköstlich ernährte und sehr wohl eineSensibilisierung meiner Sinne beobachtet hatte.

Ich rief die Drogerie an. Die Leute beteuereten, dass von ihnen aus alles in Ordnung sei.
Ich ließ meine Frau kosten. Auch sie konnte nichts Verdächtiges, konnte keinerlei Geruch oder Geschmack wahrnehmen.
Ich kostete abermals: Unerträglich! Widerlichster Kunststoff- oder Chemie- Geruch und Geschmack!
Ich ließ meine Kinder kosten: Alles in Ordnung. Reines Wasser.
Bevor ich an meiner Zurechnungsfähigkeit zu zweifeln begann, bat ich um einen Blindversuch. Meine Kinder verbanden mir die Augen und ließen mich abwechselnd vom neuen und vom alten destillierten Wasser und zwischendurch auch von unserem Leitungswasser kosten. Ich ‚erriet‘ alle Proben eindeutig richtig!

Ich fuhr zur Drogerie und ließ mir den Herstellungs- Prozess erklären.
Die Lösung des Rätsels war, dass ich die ersten Male das Wasser direkt von der Destillationsanlage in die Flasche gefüllt bekam. Die dritte Befüllung aber kam aus dem Zwischenspeichertank der Drogerie. Dieser war aus Kunststoff, aber als lebensmittelecht abgenommen und überprüft. Zusätzlich noch, wurde jede Wasser- Charge mit einem Leitwert- Messgerät auf Reinheit überprüft.
Auch mir wurde diese Messung vorgeführt und tatsächlich: Das Wasser war weit unter seinem Grenzwert. Dennoch stank und schmeckte es absolut scheußlich!

Als ich auch noch erfuhr, dass die Hauptabnehmer Firmen waren, die damit Infusionen herstellten, schickte ich eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft. Ich habe von dieser nie mehr etwas gehört …
Vermutlich wird dieses ‚Sauzeugs‘ auch heute noch in den Krankenhäusern den Schwächsten der Schwachen eingefüllt …
Prost!

 

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7 Antworten zu Destilliertes Wasser

  1. schorsch sagt:

    Wahnsinn!
    Einerseits, weil Du immer wieder Themen bringst, die mir und wohl den allermeisten völlig neu sind. Andererseits, was in dieser kranken Gesellschaft so alles an Wahnsinn abgeht!
    Irgendwann müssen wir alle uns wohl bei Dir mit einem Dankes- Blümchen einstellen! 🙂

    PS: Von Staatsanwälten und anderen Beamten habe ich mir noch nie etwas erwartet.

  2. inge henneberg sagt:

    Auch nur „entsalztes Wasser“ wird vonseiten der Apotheken als „destilliert“ verkauft, dieses benötige ich ausschließlich zum Seife herstellen, zuletzt vor 4 Jahren.

    Beim wirklichen Destillieren wird jeder Tropfen bearbeitet.
    Ich hatte mal vor sehr langer Zeit ein solches relativ teures Gerät, wollte eigentlich eine jederzeit verfügbare Alternative für Regen/Schneewasser, nicht zum Trinken, sondern lediglich für kosmetische Zwecke.

    Fazit: Ein absoluter Reinfall und ein deutlich erhöhter Stromverbrauch.

    Kann nur jedem davon abraten.

    • payoli sagt:

      Mittlerweile weiß ich das auch, dass ‚Heiß- Destillieren‘ absoluter Unsinn ist; oder anders gesagt, nicht naturrichtig ist.
      Aber damals hat mich das eben interessiert. Und deshalb versteh ich gut, dass auch Du enttäuscht warst.
      Wenn man absolut reines Wasser will ist man mit dem Wasser in frischen Früchten, Gemüsen und Kräutern am besten dran. Am zweitbesten sind Kondensatwässer, die man sich ganz einfach und kostenlos selber herstellen kann.

      • Sylvia sagt:

        Hallo payoli,
        Wie machst Du das Kondenswasser selbst?
        LG Sylvia

        • payoli sagt:

          Sehr einfach! – Aber schwierig zu erklären ;-(
          Im Prinzip ein schwarzes Gefäß mit eriner schiefstehenden Glasplatte drüber in die Sonne oder auf die Heizung stellen. Wasser im Gefäß erwärmt sich, verdunstet, beschlägt die Scheibe, rinnt an der ab und will da an der untersten Ecke aufgefangen werden. Alles unklar!? 😉

  3. Sylvia sagt:

    Danke Dir….ich werd die Aufgabe mal meinen Mann weitergeben…mal schauen was er daraus macht 🙂

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