Sprach- Geknatter

5. Januar 2026

Ja, wieder einmal ein Beitrag unter einem Titel, für den ich weder Kosten noch Mühen gescheut habe, um Euch einen absolut übersehenen Wahnsinn dieser unsererZeit näherzubringen.

Vermutlich werden junge Mitleser, falls es die überhaupt noch gibt, mein heutiges Thema überhaupt nicht mehr verstehen. Denn Wortfetzen die in Handys gebellt werden sind allgegenwärtig und gelten als völlig normal.

Doch mach vielleicht dennoch einmal folgenden Versuch: Horch jemandem der telefoniert zu und spür in Dich rein, wie Du das empfindest.

Ok, analytisch betrachtet könnte man sagen, es gibt keine ausformulierten, geschweige denn harmonisch gebauten Sätze. Man hört Kurzsätze, Allgemeinformeln, Wortfetzen, Gefühlslaute, einzelne Worte … Man kann sich nicht immer ein Bild der Situation machen. Und wenn, dann nur bruchstückhaft. Das Ganze macht eher einen gehetzten Eindruck. Aussprechen lassen oder Eingehen auf das Gegenüber scheinen in weiter Ferne. Oft besteht der Eindruck des, wenn auch höflichen, Beenden- bis Abwimmeln- Wollens.

Ok, es ist eben wie es ist …Doch was fühlst Du dabei?

Und jetzt stell Dir ein Gespräch vor, das Du geführt hast, das Du gern führen möchtest, für das Du ‚unendlich‘ Zeit hättest. Oder lehn Dich zurück, um mit einem lieben Menschen zu plaudern. Du weißt noch nicht, was auf Dich zukommt, Du bist bloß neugierig, auf seine Anliegen, Neuigkeiten, Probleme, Erlebnisse. Ihr habt jede Menge Zeit und keinerlei Erwartungen. Es ist einfach ein nettes Geplauder …

Und? Wie klingt diese Sprache? Hm?

Auch so abgehackt, wie: ‚Ja, klar … Mach ich … Nein … Wieso das? … Nein, sicher nicht … Ciao … wir sehen uns‘ .. oder gar mit einem abschließend verlogenen ‚Hab Dich lieb‘?

Oder klingen so ‚Intimgespräche‘ doch völlig anders? Hm?
Bzw. wie fühlen die sich an?

Und wie, glaubst Du, wirken diese Unterschiede auf Dich, Dein Herz, Deine Seele, Deine Energiebilanz?

Ok, solche Rationalgespräche müssen vielleicht auch sein. Aber achtest Du darauf, dass deren Art nicht übergreift auf alle Deine Gespräche? Oder wie ist das Verhältnis Deiner ‚Kalt‘- zu Deinen ‚Warm‘- Gesprächen?

Wieviel Zeit nimmst Du Dir für persönliche Ansprachen, Themen anderer, zum Zuhorchen?

Könnte es nicht sein, dass wir allein rein lautmalerisch unsere innere Empfindungs- Blumenwiese mit dem Rational- Rasenmäher plattmachen?! – Ohne es zu merken.

Das wollt ich nur einmal so angemerkt haben …     

– lichst





Wo bleibt der Mensch?

29. November 2025

Ja, ich will Dir heute eine Frage stellen, in der Hoffnung damit Dein Leben, Dein bisheriges Leben, Dein Weltbild zu zerstören. Nein, nicht weil ich so ein Böser bin! Sondern weil das wirkliche Leben Platz braucht, der im Moment fehlt, da alles völlig vollgerammelt ist mit falschen Bildern von Menschen und Leben.

Also überleg Dir gut, ob Du wirklich weiterlesen willst!     

Bekanntlich unterliegt unsere Sprache, unterliegen unsere Worte stetiger Veränderung. Die Frage ob Denk- und Verhaltensänderungen die Sprachmodifikationen verursachen oder umgekehrt ist ähnlich müßig wie die Sache mit dem Huhn und dem Ei. Doch in ersterem Fall betrifft es uns und unsere Leben und das sollte uns weder egal sein, noch so kritiklos hingenommen werden. Denn uns wurde eine so unvorstellbare Harmonie und Fülle geschenkt, dass jeder Verlust eines auch noch so kleinen Fitzelchens davon schlicht und einfach unannehmbar wäre. – Möchte man meinen!     

Doch bekanntlich höhlen selbst weichste Wässer härteste Felsen …     

Also, zur Frage:

Wo, denkst Du, bleibt in dieser heutigen Welt und Gesellschaft der Mensch?

Wo bleibst Du?

Wo bleiben all Deine Bedürfnisse?

Wo bleibt Dein Menschsein?

In der Shopping- Mall, im Büro, im Auto, vorm Fernseher …? Bei Plastik- Produkten aus China, mit Medikamenten, bei Geräten und Maschinen für absolut alles?

Was kommt noch (spontan) aus Dir, was nicht nur aus gedankenlosen Wiederholungen und Wiedergekäutem Fremdens?

Was macht DICH aus? Die individuelle Zusammensetzung unterschiedlichster Konsumgewohnheiten? Das Wiederholen von, von anderen Gehörtem? Deine Kleidung, die Mode, die sich Weitabferne ausdachten? Deine Hobbys, die die Freizeit- Industrie erfunden hat?

Das alles soll schöpferisch sein, soll Deiner Schöpferkraft gemäß und würdig sein?!

Selbst die sogenannten Kreativen sind nicht mehr kreativ sondern bloß bürokratisierte Abwandler von Fremdem. Ok, man muss auch nicht zwanghaft immer kreativ, immer anders, sein. Doch in alten Omas, die noch aus Militäruniformen oder Flaggen mit ein paar Knöpfen und Schleifen, nette, tragbare Kleider schneiderten oder Opas die aus Teilen abgestürzter Flugzeuge Kuhtränken bastelten seh ich weitaus mehr Lebendigkeit und Einfallsreichtum, Nützlichkeit sowieso, als in allen dekadenten Designern oder Baumarkt- ‚Tätern‘.

Ich will Dir keinesfalls Dein derzeitiges Leben vergällen, schon gar nicht nehmen. Doch Du MUSST wissen, dass Du damit den weit, weit überwiegenden Teil dessen, der Dir geschenkt wurde, der für Dich vorgesehen war, bereits verspielt hast! Verspielt für die Bequemlichkeit, verspielt für’s Dazugehörenwollen, verspielt für die Denkfaulheit, verspielt für das Ansehen, verspielt durch Deine Verbiegungen, die allen Kindern angetan werden …
Doch alle diese ‚Fortschritte‘ denen Du auf den Leim gegangen bist, haben bzw. fordern ihren Preis, einen unbezahlbar hohen Preis: Dein eigenes Leben und Erleben!

Deshalb, versuch zumindest ein Winzschrittchen zurück zu den wunderbaren Schöpfungsgeschenken, zu


 
 
 


Wortmacht unser!

2. Juni 2025

Kannst Du Dir unter ‚Wortmacht‘ etwas vorstellen?

Ich sag Dir, wir alle wurden ordentlich auf’s ‚Wort- Glatteis‘ geführt! Unsere Liebenswürdigkeit wurde auf’s Schändlichste missbraucht!

Ja, Du hast doch sicher diese ‚Political Correctness‘ der letzten Jahre mitbekommen. Wir wollten keine Neger mehr beleidigen und ließen uns zu ‚dunkel Pigmentierte‘ überreden und verführen. Wir meinten es gut, indem wir nicht mehr ‚Behinderte‘, ‚Zwergwüchsige‘ oder gar ‚Krüppel‘ sagten.

Das alles sind Beispiele für Wortmacht.

Doch wir wurden in Wahrheit damit missbraucht, wir wurden entmündigt, wir wurden geschwächt!

Ja, sieh einmal genau hin! Niemand darf mehr selber entscheiden wie er sich ausdrückt. Entmündigung und Bevormundung pur!

DAS hat man erreicht! Keinem Neger oder Behinderten wurde geholfen, denn er ist weiterhin schwarz oder eingeschränkt! Nur wir wurden kleingemacht!

Ich sag Dir: Damit muss Schluss sein!

Jedermensch muss und soll sagen dürfen, was er will. Und wenn ich Neger für die zauberhaftesten mir bekannten Wesen halte, so darf ich das und darf auch das Wort für sie verwenden, das ich mit ihnen assoziiere. Wenn die das stört, können sie mir das gerne sagen. Dann können wir uns doch austauschen darüber, wie jeder seine Vokabel versteht. Wir brauchen kein vereinheitlichendes, oberlehrerhaftes, globales Drüberfahren über alle!

Wir sind selber stark genug, mit allen zu können!

Amen! —, äh, pardon

, natürlich!     


PS: Damit will ich nicht sagen, dass sich nicht jedermensch weiterentwickeln darf oder soll. Es gibt z.B. die wunderbaren Vorarbeiten von Marshall B. Rosenberg (‚Die gewaltfreie Kommunikation‘) oder Mechthild R. Scheurl-Defersdorf’s ‚Kraft der Sprache‘. – Beide sehr empfehlenswert!


 
 
 


Am Anfang war das Wort

26. Mai 2025

Ich tippe einmal, allein schon durch die erlebte Vehemenz, mit der meine Vortragsgäste ihr Schöpfersein ablehnten, dass das Gros der Menschen diesen Anfangssatz der Schöpfungsgeschichte für puren Unsinn, für bloß eine Fabel, halten. Wie bitte soll ein ganzes Universum durch ein Wort entstehen können!?

Doch ich möchte Dir heute gern ein Beispiel bringen, das sowohl diesen Satz illustrieren, als auch den Beweis für das wissenschaftliche ‚Sprache schafft Wirklichkeiten‘ liefern, könnte.

Jeder kennt doch Geizige, Neidige, Aggressive, Diebe, usw. Doch irgendwann gab es in unserer sich stetig weiterentwickelnden Sprache noch kein Wort für zum Beispiel ‚Geiz‘ oder ‚geizig‘. Menschen kommunizierten, lebten, tauschten miteinander. Klappte es damit einmal nicht, versuche man es einfach mit/ bei jemand anderem. Wollte einmal jemand nichts oder zuwenig geben/ beitragen war das kein Beinbruch; es gibt ja noch genug andere. Vielleicht hat er eben selber zuwenig, vielleicht hat er einen schlechten Tag …, egal. Man braucht also noch gar keinen Begriff für sein Nicht- oder Minderbeitragen.

Das ändert sich umgehend und grundsätzlich, sobald ihm jemand unterstellt, dass er sich immer so verhalten würde und ein Wort dafür erfindet! Das erst, nicht die fallweise Ablehnung davor, ist der Startpunkt für die Etablierung solch eines geizigen Verhaltens. Und das Fatale daran: Mit jeder Wiederverwendung dieses Wortes wird es weiter verbreitet, wird es selbstverständlicher, schafft es schneller neue Wirklichkeiten.

Ist das deutlich genug? Kannst Du Dir nun vorstellen, wie wir tatsächlich Wirklichkeiten schaffen, dass tatsächlich der Beginn allen Verhaltens, ja sogar aller Gegenstände das Wort (und die Idee dahinter) ist?

Jetzt bleibt nur noch die Frage, ob wir lieber und häufiger positive, konstruktive Begriffe schaffen und verwenden oder negatives, beurteilendes, trennendes Verhalten schaffen. Ich überlasse Dir diese Beurteilung, möchte aber die Wirkung auf uns alle zu bedenken geben. Keine, absolut keine Verwendung eines Negativbegriffes macht uns glücklicher, schafft Zusammenhalt oder Liebe!

Da muss ich mich auch selber bei der Nase nehmen! Ich bemühe mich zwar jeder Kritik eine positive Alternative hintanzustellen. Doch dann ist der Schaden ja bereits angerichtet …

Beobachte einmal Deine und anderer Sprache! Wie oft Böses doch ständig und völlig unbedacht im Alltag weitergetragen wird, – um uns zu schaden! Ja! Überleg einmal! Es hat absolut keinen Sinn, böses anzusprechen. Denn es zieht ausschließlich böse Energien, wenn nicht sogar Handlungen nach sich. Du wirst schnell merken, wie sehr wir in dieser Falle stecken.

– lichst


 
 
 


Entlarvende Worte

3. September 2024

Was haben die Begriffe ‚Impfgegner‘ und ‚Nichtraucher‘ gemeinsam?
Die Absurdität, das Normale, das völlig Selbstverständliche und Natürliche durch die Verneinung von Künstlichem, Krankem, Süchtigem … auszudrücken!

Diese Absurdität hat natürlich, wie alles, eine Geschichte. Die ersten Vokabel unserer Evolution bezogen sich sicherlich auf Natur- und Lebensphänomene. Später kamen zweifellos immer mehr Begriffe für ‚Menschengemachtes‘ dazu. Bis zu irgendeinem Punkt mag ja auch das noch sinnvoll gewesen sein. Doch so wie ein Riesentanker oder Rennauto nach einem Bremsvorgang noch weiterzischen, war es vermutlich auch mit unseren Erfindungen. Auch die zischten und zischen nach dem Überschreiten der Sinnhaftigkeit und Gesundheit noch weiter. Und all dieser Unsinn musste natürlich auch benannt werden. Deshalb gibt es Raucher, Impfungen, Alkoholiker, Wähler, usw. Bald schon ist ‚dank‘ dieser Benennungen, das Böse, das Kranke oder Absurde so alltäglich, dass das Gegenteil nur davon abgeleitet werden kann. Auch wenn es damit in seiner Hirnrissigkeit kaum zu überbieten ist.

Wir haben uns aber auch an zahllose nichtverneinende Groteskbegriffe gewöhnt. ‚Lehrer‘ zum Beispiel klingt so ‚immer schon dagewesen‘ und harmlos, bezeichnet aber, wie oft schon hier am blog zu lesen, die schlimmsten Lebendigkeits- und Kindervernichter und Manipulatoren. Oder der von Kreisky erfunde ‚gesicherte Arbeitsplatz‘! Bitte wer braucht Arbeit!? Die Menschen bräuchten gute Leben, keine Plackerei!
Oder ‚Langhaariger‘ war in meiner Jugendzet ein besonders verhasster Begriff. Nur weil in der Nazizeit allen Burschen völlig blödsinnig die Haare bis rauf zum Scheitel geschoren wurden, was ja selbst laut der Bibel schon ein Kraftraub und Entwürdigung ist, musste für normales Haarwachstum dann ein eigenes, abwertendes Wort her!

Heute sind Nagelstudios ebenso ’normal‘ wie die Mobilität, das Krankenhaus so etabliert wie die Suchtszene. So hilft die Sprache mit, uns völlig Unnatürliches, Schädigendes und Nachteiliges unterzuschummeln!

Deshalb ist einer der besten Grundsatztipps und Lebenshilfen akribisch und sehr kritisch, bei allem immer zwischen Natur- und Menschengemachtem zu unterscheiden.
Ja, auch das ist Teil von


 
 
 


Im Wort- Gefängnis

7. November 2023

Oft schon habe ich hier betont, dass wir unsere Schöpferkraft nicht unterschätzen, schon gar nicht missachten, sollten. Denn durch unsere Gedanken und Taten schaffen wir unsere Zukunft und unsere Schicksale.

– Und durch unsere Worte, unsere Sprache!
Doch das birgt in gewisser Weise eine besondere Perfidie. Denn die Entwicklung der Worte, der Sprache, waren und sind ein besonderer Evolutionssprung, der vieles erleichterte. Doch muss man auch sehen, durch welch harte, um nicht zu sagen brutale Zeiten diese Sprache schon ging und Teile davon ‚mitnahm‘. Wenn man bedenkt, dass wir großteils nur in dieser Sprache denken und kommunizieren können, wird schnell klar, wie sehr wir durch dieses Spracherlernen in eine vorgefertigte Welt gesetzt wurden, die viele andere Denk- und Lebensmodelle ausblendet oder zumindest hinter dem ‚Tellerand‘ verborgen hält.

Wollen wir, wie es diese derzeitigen Wandelzeiten uns nahelegen, zu neuen Ufern aufbrechen, sollten wir gleich einmal den Wort- und Sprach- Anker lichten! Denn mit alter Sprache ist nichts Neues, mit nur ‚Schwarz‘ und ‚Weiß‘, kein buntes Bild zu schaffen. Das heißt, die derzeitige Sprache wäre kritisch auf Altlasten abzuklopfen, Schlimmstes zu vermeiden und durchaus auch neue, achtsamere Worte zu erfinden. Oder, ich hab das hier am blog sozusagen als Paartherapie schon einmal angeregt, uns wieder mehr auf’s Schweigen, auf Gesten, einfache Laute, Blickkontakte, etc. fokussieren.

In diesem, auch kommunikativ naturnäheren Sinne:


 
 
 


Sprich DU

4. August 2021

Ja! Sprich in wichtigen Momenten nicht deutsch, nicht englisch, nicht türkisch, was immer …
Sprich Deine Sprache! Deine ureigendste ‚Ursprache‘!
Sprich DU!

Wir müssen wissen, dass all unsere Sprachen von unseren Vorfahren entwickelt und übernommen wurden.
Es ist natürlich ganz wunderbar, dass wir dieses Erbe nutzen dürfen und die Vorteile davon, uns konkreter und präziser ausdrücken zu können, als mit einfacher, lautmalerischer, gestischer ‚Affensprache‘, schätzen dürfen.
Dennoch kommen aus uns selber oft tiefere Gefühle, Wahrheiten und Intuitionen, die sich mit Worten nicht ausdrücken lassen.

Wenn Du magst, versuch es einmal ganz für Dich allein. Denke an eine sehr gefühlvolle Situation und stell Dir vor, Du würdest sie nicht mit Worten sondern mit und in Deiner ‚Fantasiesprache‘ ausdrücken.
Das können Fantasielaute, Gesten, Blicke, Berührungen, Schreie, Gesumme,, Geächze, Gestöhne, Singen, Brummen, Wortaneinanderreihungen, Silben, Gerappe, Gehauche … sein.

Ja! Genier Dich nicht! Probier es!
Hauptsache ist, dass Du Dich dabei völlig ehrlich und unverstellt direkt ausdrückst.

Worte sind bereits sehr ‚kompliziert‘ und ‚weit vom Stamm‘ des ‚Kommunikationsbaumes‘ entfernt; sozusagen die feinen Ästchen, die nie ausdrücken können, was der Stamm meint …
Spür selber nach oder probier es für Dich aus, wie Du Dich am besten völlig ehrlich und ‚unzivilisiert‘ ausdrücken kannst.

Es ist auch eine wunderbare Partnerschafts- Übung sich eine Zeitlang nur gestisch/ animalisch/ körpersprachlich zu verständigen.
Ja! Es klingt unglaublich, doch jedes Stückchen weg von der Dualität, die nun einmal wortgebunden ist, ist eine Wohltat, ein Segen. Wir brauchen dazu bloß unsere alten Muster, Gewohnheiten und Hemmungen abzulegen.

Es ist zum Beispiel im ganzen Tierreich völlig normal und war es auch Jahrmillionen lang für unsere Vorfahren, Zuneigung und Nähe durch Ablecken und/ oder Streicheln auszudrücken.

Bedenke: All die Tiere weltweit sprechen keine Sprache in unserem Sinne und finden dennoch die richtigen Partner, leben erfolgreich ihre Leben, ‚erziehen‘ ihre Jungen zu lebenstüchtigen Wesen und haben keinerlei Probleme mit Drogen, Konflikten, Trennungen, Nöten …

Oder Kräuter und Bäume! Sie haben keinerlei Sprache in unserem Sinne und leben, vermehren und kommunizieren dennoch bestens und helfen vielen anderen Wesen. Einschließlich uns Menschen. – Sofern wir ihre Hilfe annehmen …


In diesem Sinne:


 
 
 


Dein Kopf lügt!

3. Oktober 2019

Wir alle kennen und hören ständig von Umfragen und wissenschaftlichen Arbeiten, die ebenfalls in vielen Fällen auf Fragebogen basieren.
Das heißt, viel von unserem Wissen über unsere Mitwelt fußt auf Menschen- Aussagen.

Hier im blog habe ich schon oft auf die Verschiedenartigkeit und den prinzipiellen Unterschied zwischen Groß- und Kleinhirn hingewiesen.
Dem Großhirn ‚verdanken‘ wir neben all den Fortschritts- und Wohlstands- Problemen so ziemlich alle Irrtümer. Während wir dem Kleinhirn das Leben, Glück, Fühlen und alle unsere Sinne verdanken.

Langsam dämmert es den Ersten, dass zwischen dem, was Menschen sagen und tun, oder gar fühlen, oft unglaubliche Unterschiede bestehen.
Das heißt, wir können so ziemlich alle Erkenntnisse die aus Befragungen stammen vergessen.
Und das, was Leute (uns) sagen, gleich mit dazu

Eigentlich, wenn man sich und seine Mitwelt nur einigermaßen gut beobachtet, ist das ohnehin keine Überraschung. Wie sehr sich die Gespräche und Verhalten mit Eintreffen eines gegengeschlechtlichen Wesens verändern, kennt jedes Damenkränzchen, jede Herrenrunde.
Dass man dem Chef, ja nichtmal jedem Kollegen alles erzählt ist auch Allgemeingut.
Dann gibts da noch den Riesenbereich der Höflichkeiten, der Rücksichtsnahmen, Notlügen und, und, und …
Summa sumarum wird durch unser Großhirn praktisch alles umdefiniert und uminterpretiert. Also alles Versprachlichte ist verändert. Einzig unsere Körperreaktionen sind einigermaßen ehrlich.

Das heißt aber nicht, dass wir über unser ‚So- Sein‘ enttäuscht sein müssen. Wir können uns über die vielen Erinnerungen an unsere (Ur-)Selbstbestimmtheit, über unsere Intuition, über die Ehrlichkeit unserer Erstimpulse, unsere treffsicheren ‚Ur- Unstinkte‘ ja auch ehrlich und berechtigt freuen

 

 

 


Jedes Wort ist ein Umweg

7. Mai 2018

umleitungNur ca. 20% unserer Kommunikation machen die Worte, macht die Sprache, aus.
Was wir als Babys zuerst lernen, was so wichtig ist, dass darauf erst alles weitere aufgebaut werden kann sind Gefühle, Bilder, Empfindungen.
Daraus kann man absolut nicht unrichtig ableiten, dass alles, was wir mit Worten ausdrücken eher entbehrlich ist für ein gutes Leben und Zusammenleben.
Jedes Wort ist entweder entbehrlicher Plunder wie irgendwelche technische Angaben oder die Übersetzung eines Gefühlsausdruckes. Dieses Wort muss beim Adressaten wieder in ein Gefühl rückübersetzt werden, was auch schief gehen kann, da wir nicht alle nach denselben ‚Vokabelheften‘ lernen.
So wie wir heute eine Informationsgesellschaft sind so müssen wir gefühlsamputiert sein und sind es ja auch.

Die Wissenschaft kann z.B. bis heute keine eindeutige Antwort darauf geben ob Gewalt- Videos und Spiele die Gewaltbereitschaft von Jugendlichen erhöhen oder nicht. Informationsgesellschafts- Familien die sich auf die rationale Wissenschaft warten können eventuell ihre Kinder irgendwann im Knast besuchen, obwohl sie alles ‚richtig‘ gemacht haben. Für Hausverstands- und Gefühls- Familien ist der Fall eindeutig: Menschen neigen eher zu bekannten, schon gesehenen Handlungen, zu Wiederholungen als zu selbstkreierten, nie erlebten. Bei solchen Menschen kommt so ‚Dreckszeugs‘ nicht nur nicht in die Tüte, sondern auch nicht ins Haus. Vermutlich werden sie allerdings als etwas rückständig gelten

Detto mit Sport, Konsum, Urlauben, Anschaffungen, Berufswahl, Gesundheit, Ernährung, Partnerschaft, Fortbewegung …. praktisch mit allen Themen. Mensch kann sich (Zeitgeist-)richtig verhalten und alles falsch machen wie die derzeitige Situation mit Müllbergen, Finanzkollapsen, steigenden Erkrankungsraten, vermehrtem Analphabetismus, und, und, und.
Oder Mensch kann sich ‚etwas seltsam‘ aber naturrichtig benehmen und alles für sein Glück, seine Gesundheit und für die Mitwelt richtig machen.

DAS ist genau der Unterschied zwischen Wort und Gefühl, zwischen verbal und nonverbal, zwischen der Welt die wir gestaltet haben und dem Paradies in dem wir Jahrmillionen glücklich waren.
Wir sollten seeehr genau prüfen, was wir sagen. Ob das ‚dem Ganzen‘ zum Wohle gereicht oder weiter in die Sackgasse führt. Wir sollten gut überlegen, ob wir jemandem in die Augen sehen, ihn in den Arm nehmen oder ihm lächelnd zuzwinkern oder ihn wortreich zuschwallen sollten.
In jedem Fall aber:
paradise your life !    zwink

 

 

 


Die payoli- Sinne: Das Ohr

30. Dezember 2013

[payoli- Gebetsmühle an] Wir alle leben in Körpern die mit denen der Primaten zu 98,6% ident sind. Deshalb brauchen wir für ein gesundes und glückliches Leben, das die Primaten haben/ uns vorleben, auch die Dinge die Primaten brauchen, sollten wir das tun, was Primaten tun.
– Aber maximal zu 98,6%, gell! 😉
[payoli- Gebetsmühle aus]

OhrHast Du Dir schon einmal Dein Ohr oder die vielen Arten von Ohrmuscheln von Deinen Mitmenschen oder die von den vielen verschiedenen Tierarten genau angesehen?
WUNDERWERKE!
Ich kann’s nicht anders sagen. Jedes Ohr ist ein Wunder an Schönheit! Aber auch an Funktionalität!
Das Ohr ist der Sinn der als erster funktioniert; bereits im Mutterbauch! Und der letzte Sinn der ‚erlischt‘; wir hören noch, wenn wir bereits für tot erklärt sind.
Hören begleitet und bereichert unser ganzes Leben.
Wir lernen Sprechen und Singen durch hören. Wir hören Leises und Lautes. Wir hören den Wind wehen bis heulen. Wir hören das Wasser rauschen, Wir hören das Zwitschern der Vögel, das Rascheln der Igel. Wir hören das Weinen, das Lachen, das Atmen, Stöhnen und Seufzen. Wir hören erst spannende Bett-, später dann alle Arten von Geschichten die das Leben schrieb. Wir hören das Rauschen, wir hören – leider schon viel zu selten – die Stille. Ja, wir hören sogar weitaus mehr als viele wahrnehmen!

Dennoch: Hörgeräte werden immer beliebter und notwendiger.
Warum das?
Weil wir älter werden als die Menschen früher? Und deshalb mehr Alters- Probleme erleben als unsere Vorfahren?

Sicher nicht!
Wir Menschen haben die geringste (relative) Lebenserwartung aller Säugetiere. Und dennoch haben wir mehr ‚Altersprobleme‘ (siehe auch „Alterserscheinungen“) als alle anderen Wesen.
Aber sehen wir uns doch einmal an, was so ein Ohr braucht um langfristig zu funktionieren. Wir können uns das ja von den Affen abgucken …

Unser Ohr braucht primär Leises, Vertrautes, Abwechslungsreiches. Vergegenwärtige Dir einmal was so ein Hasen, Fuchs oder Affenohr ein Leben lang hört!
Nichts! Das heißt für uns ’nichts‘! Es hört primär das Nichts, mit etwas Wind-, Wasser- oder Blätter- Rauschen und Geplätscher!
Und wir!?
Kennst Du irgendeinen Ort ohne Dauergeräuschpegel? Ohne Auto-, Verkehrs-, Motoren-, Flugzeug-, Klimaanlagen-, Kühlschrank-, PC- Lüfter-, Radio-, TV-, etc. Lärmpegel? Oder horch Dir den Lärm einer Kindergarten- oder Schulklasse an! Im Vergleich zu einem Hasennest oder einer Primatengruppe!

Auch braucht unser Ohr mit seinen winzigsten Elementen und Strukturen dünnflüssiges Blut, das an die kleinsten, feinsten und ‚entlegendsten‘ Orte gelangt. Das erreichst Du nur durch ‚dünnflüssige‘, das ist hoch wasserhältige, rohe Ernährung. Alles Dichte, Gekochte, Gebackene, etc. verdickt Dein Blut und dieses verstopft Dir Deine feinen Kapillaren. Nicht zufällig ist eines der dzt. am häufigsten verwendeten Medikamente ein Blutverdünnungs- Präparat!

Und wir? Was bieten wir unseren Ohren?
Ohrhörer, Dauerlärm, Dauerberieselung und keine Pause!

Horch auf die Bewegungen der Blätter, des Grases. Genieß die Hauche der Winde.
Meide den Lärm. Gönn Dir ABSOLUTE Stille, – zumindest in der Nacht.

Gönn Dir Naturgeräusche anstatt Menschen- oder gar Maschinen- oder Techniklärm!
Schütze Deine Ohren gegen zu laute Musik, quietschende (Zug-)Bremsen, lange Autofahrten, etc.

Genieße das Rauschen Deines Blutes in den Ohren! Nur dann bist Du wirklich bei Dir und ‚im Moment‘.

Sprich leise und achtsam.
Achte auf kleinste Ton-, Sprach- und Ausdrucks- Nuancen anderer.
Hör – so blöd es klingen mag – immer mit beiden Ohren und bleib IN Deinen Ohren und lass Deine Aufmerksamkeit nicht ’nach außen‘ kippen.
Gönn Deinen Ohren die Weite des Lauschens, anstatt sie an einen Ort dauerzufokussieren. Oder gar überzubeschallen.

Akupuktur- OhrSei auch taktil nett zu Deiner Ohrmuschel; ist sie doch – laut chinesischer Auffassung – das Abbild Deines gesamten Körpers. Massiere, streichle, ziehe und presse sie also so oft es Dir möglich ist … und erfreu Dich an ihr und an Deiner Fähigkeit so vielen wunderbaren Tönen und Geräuschen zuhorchen zu können …