Langsam reichts! (2)

Im ersten Teil von ‚Langsam reichts‘, haben wir gesehen, dass unser Sein, unsere heutige Bedürfnis- und Reaktions- Ausgestaltung schon in Urzeiten erfolgte.
Evolution passiert aber immer unter Mitwirkung der Wesen selber. Das heißt, jedes Wesen gestaltet sich so, wie es sich wohl fühlt, so dass alle seine Bedürfnisse abgedeckt sind. Das ist der ‚Trick‘ der Evolution!
Wir waren also immer mit unserem Reiz- Reaktions- Modell erfolgreich, zufrieden und glücklich.
Bei Stress z.B. reagierten wir auf eine Bedrohung mit Kampf oder Flucht und die Sache war erledigt und wir kehrten wieder zur Normalität zurück.
Heute ist Stress nur deshalb ein Problem, weil wir nicht mehr so ‚urtümlich‘ reagieren können, das Flucht- oder Kampf- auslösende Adrenalin aber dennoch in der Blutbahn haben.

Es ist ok, was und so viel zu essen wie wir wollen.
Es ist ok, zu lieben wo, wann und soviel wir wollen.
Es ist ok, faul, aufgedreht, aggressiv, zart, bewegungshungrig, und, und, und, warum und wann immer wir wollen, zu sein.
Wir haben ein Recht darauf uns unsere Bedürfnisse sofort zu befriedigen!
Wir brauchen das für unser Glück. Das ist unsere Harmonie, die wir Jahrmillionen lang lebten.
WIR sind also immer noch ok!

Doch unsere Umwelt, unsere Verhaltensregeln sind es nicht mehr!
Wir haben uns sozusagen eine Zivilisationswelt zurechtgezimmert, die GEGEN uns, GEGEN unsere Urbedürfnisse ist, eine Kulturwelt, in der wir NICHT mehr das tun dürfen, was uns Jahrmillionen erfolgreich machte, das unsere Bedürfnisse stillte.

Wir haben immer noch die alten Programme in uns. Das ist mess- und nachweisbar.
– Auch spürbar natürlich, wenn man ersteinmal gelernt hat sensibel genug in sich rein zu spüren.

Das heißt, wir haben uns für eine Welt erschaffen, uns an eine Welt angepasst, die wir uns selber wieder zerstört haben.
Wir haben uns an ein Leben angepasst, das wir uns heute versagen.
Wir jagen einer Zufriedenheit und Ausgeglichenheit nach, die wir uns selber verunmöglichen.

Was ist der Ausweg aus diesem Dilemma?

1) Wie in ‚Langsam reichts! (1)‘ angesprochen, indem wir uns – weiterhin – selber verändern, anpassen, unsere ‚Ur- Programme‘ kognitiv umgehen. Das ist in einem gewissen Rahmen zweifellos möglich, da wir sehr flexibel sind. Auch kann es sehr spannend sein, Neues auszuprobieren, seine Grenzen kennenzulernen bis zu überschreiten.

2) Wir wandern unsere Zivilisations- Sackgasse wieder zurück. Wir schaffen uns, zumindest in geschützten Bereichen, wieder unsere alten Welten, in denen wir uns nichts zu versagen, nichts zu verkneifen brauchen. In denen wir noch ursprünglich und authentisch leben und reagieren können.

IHR seid das Maß!

IHR seid die ‚Schöpfungs-/ Evolutions- Wahrheit‘!

IHR seid ok!

NICHT unsere heutigen Gebräuche, Gesetze, Umgangsformen, Lebensweisen!

DAS wollte ich Euch ans Herz gelegt haben! 🙂

 

7 Responses to Langsam reichts! (2)

  1. dreamcat sagt:

    Frau Mag. Barbara Prammer, 1. Nationalratspräsidentin, sprach sich kürzlich für !Direkte Demokratie! in Österreich aus. Leute, mein Herz hüpfte vor Freude als ich das hörte. Bei dem Gedanken, dieser Vorschlag könnte in Windeseile Wirklichkeit werden, werde ich lebendiger denn je! Ich wäre mit einem Wimpernschlag wieder aktive und ständig zur Wahl laufende und vorher diskutierende Bürgerin. Entscheiden, wie es uns geht!
    Leute, wenn so die Neue Verfassung aussieht, dass ein wesentlicher Bestandteil „Direkte Demokratie“ auf allen Ebenen festgeschrieben wird, dann bin ich aber * ja frag amal * vollen Herzens dabei!
    Wie geht es Euch ?

  2. Inge Henneberg sagt:

    Danke für die Erinnerung an das WESENTLICHE, habe ich schon immer genau so gesehen und entsprechend gehandhabt. Zwar auch hin und wieder angeeckt damit, aber es hat funktioniert, mußte mich nicht verbiegen.

    Bin ja selber in einem Ort (Großstadt-Ballungszentrum) geboren worden, der nicht meine Heimat bzw. wo nicht meine Wurzeln waren, denn meine Großeltern kamen von ganz woanders her.

    Irgendwann hatte ich die Möglichkeit mich in der Welt (Europa) umzusehen und bin dann in Oberbayern gelandet, mein neues ZUHAUSE.
    Hier lebe ich inzwischen fast 20 Jahre und würde es immer wieder so machen.

    Bin zwar immer noch in der Zivilisation, aber hier bin ich inmitten der NATUR ohne Industrie, sauberer Luft und Wasser, es ist alles noch relativ ursprünglich.

    Dies war jetzt nur ein Beipiel, will sagen – man muß die Veränderung, wenn man sie als notwendig erachtet hat, „selber“ vornehmen, ein anderer tut es nicht.

  3. papamojo sagt:

    Lieber „Payoli“,
    zu 2.) deiner Auswegevorschläge fühle ich mich an die 80er-Jahre erinnert, als ich für einige Zeit in Osho’s Commune in USA verbrachte. Osho machte damals auf unsägliche Ge- und Verbotsregeln aufmerksam, die wir uns von überall, wo wir herkamen, mit dem Korsett „Gesellschaft“ auferlegt hatten.
    Leitfaden innerhalb der Commune war ein möglichst bewusster und de facto sehr freizügiger, offenherziger, liebevoller und auch direkter Umgang miteinander.
    Ich habe mich in dieser Zeit außerordentlich glücklich und frei gefühlt.
    Für mich war dieses „Experiment“ auch deshalb so bereichernd, weil diese Gemeinschaft autark in einer kompletten Infrastruktur lebte und für mich daher beispielhaft für menschliches Miteinander funktionierte.
    Nach meiner Rückkehr nach Deutschland ereilte mich eine Art Kulturschock, denn die Kälte, innere Abwesenheit und Hektik, die meine Mitmenschen ausstrahlten, waren ein sehr harter Kontrast zu meiner wunderbaren Zeit in der Commune. Ich vermisste die leuchtenden Augen, das Lachen, die ehrliche Freundlichkeit und menschliche Wärme.
    Nach der Rückkehr nach Deutschland hatte ich mich innerlich von den Werten, Normen und Zielen dieser Gesellschaft verabschiedet.

    Es ist schwer, die Werte einer menschlichen Gemeinschaft klar zu beurteilen, wenn man nichts Anderes kennt. Ob diese zuträglich und „artgerecht“ sind, enthüllt sich erst, wenn akute oder gar chronische Störungen im emotionalen oder körperlichen Bereich auftreten und selbst dann gerät man noch in Gefahr einer verschleiernden Propaganda zum Opfer zu fallen, die diese Störungen als Teil der „Normalität“ propagieren.

    Ich schätze sehr was du in deinen Beiträgen schreibst. Du gibst dir alle Mühe, deinen Mitmenschen, die du gewiss liebst wie das Leben selbst, die Augen zu öffnen.
    Deine Leser werden Vieles in deinen Beiträgen für richtig halten und sie werden dann wissen, was sie in ihrem Leben verändern sollten, um einem glücklichen Leben näher zu kommen.
    Doch das reine Wissen reicht nicht aus, wenn es nicht erfahren wird.
    Ich bin davon überzeugt, dass der Moment im Leben aller Menschen kommen wird, in dem sie kompromisslos zu einer Alternative gezwungen werden. Das ist der schmerzhafte Weg, den das Leben geht, wenn wir nicht bereit sind, die Augen zu öffnen.

    • payoli sagt:

      Ich versteh Dich gut, lieber papamojo. Auch ich hatte schon ähnliche Erlebnisse.
      Es ist vollkommen richtig, dass ‚Wissen‘ nie gemachte ‚Erfahrungen‘ ersetzen kann und ich erlebe auch immer wieder, dass im persönlichen Kontakt und in Seminaren mehr transportiert werden kann als in schriftlicher Form.
      Doch ich hab kürzlich einen Vortrag des Gehirn- Spezialisten Dr. Joe Dispenza gesehen. Und er erzählte, was auch ich schon oft erlebte, dass unsere Gedanken der ‚Chef‘ und Schöpfer der Gefühle und damit unseres Seins sind. Wir müssen nur oft genug die richtigen Gedanken denken und sie ’sickern‘ immer tiefer und werden irgendwann zu unserem Sein.
      Über die Erfahrungs- und Persönlichkeits- Ebene funktioniert soetwas bloß direkter und schneller.
      Also täglich payoli- blog lesen oder ein payoli- Seminar besuchen 🙂

  4. Payolihasser sagt:

    Und DU bist und bleibst ein Idiot, welcher einen idiotischen blog betreibt 🙂

  5. Inge Henneberg sagt:

    @Payolihasser – das Wort sagt es bereits, Du bist ein Hasser und kein LIEBENDER, schade drum, Gelegenheit vertan.

    Diese Eigenschaft/Einstellung (reduzierte Lebensqualität, Akzeptanz von Krankheiten, Tierleid, Umweltverschnutzung usw.) wird Dir irgendwann zum Verhängnis werden.
    Aber jeder so wie er will, wir haben freie Entscheidungswahl, dann bitte nicht jammern, wenn du erntest was Du gesät hast.

    Die Schöpfung und NATURgesetze sind gerecht, man sollte daher diese Gesetze beachten und einhalten.
    Alles Dagegenarbeiten (und das ist leider heutzutage noch immer der Fall) führt in die Irre – und nichts anderes versucht PAYOLI
    in seinem hervorragenden BLOG unermüdlich deutlich zu machen.

    Dafür gebührt ihm Anerkennung und Lob, was Du leider immer noch nicht begriffen hast. Wiederhole mich: schade drum!!!

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