Lebst Du schon staPla?

Weißt Du welchem Prinzip wir unser Leben verdanken?
Nicht nur einem, sondern einigen evolutionären Prinzipien und Naturgesetzen.
Eines davon möchte ich heute etwas genauer vorstellen:
Meines Wissens hat es noch keinen Namen, deshalb nenn ich es ‚Stapla’ und meine damit ‚stabile Plattform’.
Wie wir schon in der Schule gehört haben, würfelt die Evolution ein bisschen. Einerseits werden mütterliche und väterliche Eigenschaften und DNS- Abschnitte kräftig durchmischt, was schon einmal für Abwechslung sorgt. Zudem passiert immer wieder mal etwas mit der DNS und eine neue Mutation betritt die Welt.
Mittlerweile sagt die Epigenetik, dass Gene auch durch das jeweilige Lebewesen selber, durch seine gemachten Erfahrungen und Bedürfnisse ebenfalls verändert werden können.
Also ein ganzes Bündel an Einflüssen, damit es nur ja nicht zu langweilig wird hier 😉

Eines aber, und nun komm ich wieder auf die Stapla zurück, passiert immer!
Es werden neue Versuche immer nur von stabilen Plattformen aus unternommen!
Es wird sozusagen immer erst das Bein für den nächsten Schritt gehoben, wenn das Standbein auch wirklich stabil steht. – Kein neuer Schritt, ohne Absicherung des vorigen, inklusive genetischer Abspeicherung.

DAS gibt Sicherheit, DEM verdanken wir unser Leben.
Ohne diese Sicherung wären wir längst ausgestorben.

Oder nochmal anders gesagt: Wenn mit dem neuen Schritt etwas schief geht, fällt man um maximal einen (begonnenen) Schritt zurück. Aber nicht um die ganze, schon zurückgelegte Strecke!

Was so selbstverständlich klingt, ist es zwar für die Natur, aber nicht für uns!

Denn wir bauen z.B. bereits die x-te AKW- Generation und wissen noch immer nicht, wie wir den atomaren Müll entsorgen.

Wir haben schon x- mal fremde Tiere in Länder gebracht und schon waren ganze Arten ausgerottet.

Wir haben begonnen großflächig Patienten zu röntgenisieren, haben Generation um Generation von Geräten gebaut und kamen erst Jahrzehnte später dahinter, dass damit mehr Schaden angerichtet wurde als der Nutzen war.

Wir haben durch die Handy- Technologie bald alle Festnetze gekappt, alle Telefonzellen entsorgt, bedenken aber nicht, dass im Katastrophenfall die Netzversorgung bei weitem nicht ausreicht, alle per Funk telefonieren zu lassen.

Ganze Länder hängen an einzelnen Pipelines, die jederzeit von Politikern, Geologischen Katastrophen oder Terroristen gekappt werden könnten. Und moderne Wohnblöcke haben nichtmal mehr Kamine!

Dass sich viele Haushalte so sehr verschuldet haben, dass es sich mit den Rückzahlungen nur knapp und nur dann ausgeht, wenn alles klappt, brauch ich ja nicht eigens zu erwähnen. Wenn nur ein Verdiener ausfällt, ein Kind krank wird etc. kippt die ganze Familie …

Wir lehnen uns sozusagen permanent zu weit aus dem Fenster. – Und nennen das Zivilisation 😉

Ich denke, wer sich diesbezüglich von der Natur etwas abguckt ist sicher gut beraten. Denn sie ist stabil seit Jahrmillionen und sie wird es auch noch geben, wenn diese ‚lästigen (Menschen-)Läuse’ aus ihrem Pelz längst wieder verschwunden sind …

Egal ob man sich selbständig macht, in eine andere Stadt übersiedelt, den Beruf wechselt, … Es gibt immer prinzipiell zwei Möglichkeiten:

    a) Man plant in Kopf, Kalender und ‚am Computer‘ und springt dann beidbeinig ins Neue oder

    b) man sondiert von seiner derzeitigen stabilen Plattform aus, lässt Versuchsballons steigen, knüpft Kontakte, checkt die Ergebnisse, die Möglichkeiten, die Akzeptanz und verlagert erst das Gewicht, wenn der neue Untergrund tragfähig zu sein scheint.

Natürlich sollten auch weitere Erweiterungen und Fortschritte dementsprechend erst gesetzt werden, wenn die derzeitige Situation sicher und stabil ist.
Es gibt zwar neben dem Jesus diese Eidechse, die übers Wasser laufen kann, ohne dass die einzelnen Tritte stabil sind. Doch lang hält man das nicht durch! 😉

In diesem Sinne: Gut staPla, gut Natur! 😉

 

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2 Antworten zu Lebst Du schon staPla?

  1. die welt ist wie sie ist, so ist die gnade der heiterkeit wichtiger als die gnade über wasser laufen zu können, lasst uns singen wie ein vogel im dornbusch, der frühling kommt, die rosen blühen, der dornbusch öffnet sich
    herzlich prometheus

  2. Inge Henneberg sagt:

    Kann allem Gesagten nur beipflichten, Möglichkeit b) ist die richtige.

    Bevor ich vor 20 Jahren meinen Wunschwohnsitz realisiert habe, hatte ich 5 Jahre zuvor bereits ein sogenanntes Standbein in diesem Ort, Kontakte mit Einheimischen geknüpft usw..

    Und erst als alle VORAUSSETZUNGEN existierten, habe ich den Umzug durchgeführt. Würde es immer wieder so machen.

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