Ein Denk- Vorschlag

Lange schon wundere ich mich, dass gebildete Menschen oft einfachste Zusammenhänge nicht erkennen.
In der Psychologie spricht man in diesem Zusammenhang von fluider und kristalliner Intelligenz, was ich auch nie für wirklich befriedigend hielt.
Nun fiel mir ein Stufenmodell ein, das zwar noch etwas ‚holpert’ bzw. nicht wirklich ausformuliert ist, aber m.E. doch zeigt, wie man unterschiedlich denken kann bzw. sein Denken ‚weiterentwickeln’ kann. Wenn’s ein sehr großer Blödsinn ist, bitte ich um Rückmeldung 🙂

Also, da wäre einmal ein relativ einfaches

Akkumulatives Denken
Das meint das Anhäufen von Einzel- Wissen, Fakten, Daten. Damit kann man ev. bei Jauch oder Assinger brillieren, Zusammenhänge werden aber damit nicht erkannt und von eigenständigem Denken ist dabei auch nicht die Rede.
Fügt man zu seinem akkumulativen Denken und Wissenssammeln noch Bewusstsein bzw.

Bewusstes Denken
und Beobachten, werden daraufhin bereits Wirk- und Ursachen- Zusammenhänge klar. Die Welt stellt sich nicht mehr als zwar buntes, aber statisches Gemälde, sondern als ‚Riesen- Mobile’, dar, an dem kein Anhänger bezupft oder verändert werden kann, ohne auch alle anderen zu bewegen.
Noch einen Schritt weiter führt uns

Additives Denken
Damit ist ein aufbauendes, sozusagen stapelndes ‚Ketten- Denken’ gemeint. Man sieht sich die Ursache hinter der Ursache hinter der Ursache … an bzw. erahnt schon recht früh, was sich auf einfache Zusammenhänge ‚draufsetzen’ wird, wie solch ein Beginn sich weiterentwickeln wird.
Wenn dieses Wort nicht schon so erbärmlich missbraucht und nur sehr eingeschränkt angewandt worden wäre, könnte man auch sagen ‚vorausschauend nachhaltiges Denken’. Oder einfacher gesagt Eins und Eins zusammenzählen können.
Es gibt z.B. für praktisch alle Einzelfaktoren einer rohköstlichen oder auch ‚paradise your life‘- Lebensweise, wissenschaftliche Arbeiten, die dafür sprechen, doch kaum jemand zählt 1 + 1 bzw. all diese Forschungsergebnisse zusammen!

Wenn Du es nicht ohnehin bereits tust, versuche in dieser letzteren Art zu denken und zu beobachten. Besonders eine – wie die ‚paradise your life’ – andere, als die gängige, Lebensweise lässt einen oft staunen, was in dieser Gesellschaft hinter vielen vermeintlichen Selbstverständlichkeiten an Ungereimt- bis Ver-rücktheiten auftaucht, wenn man an einem Zipfel der Decke zu ziehen beginnt.
Viel Spaß und Staunen dabei! 🙂

 

One Response to Ein Denk- Vorschlag

  1. papamojo sagt:

    Sehr gute Überlegungen, die du da anstellst. Vor allem sind sie deshalb löblich, weil sie sich mit dem Denken an sich und nicht nur seinen Inhalten widmen.

    Ich bin sehr davon überzeugt, dass viele Problemkreise gar nicht entstehen oder ins Rotieren kämen, wenn sich die Beteiligten ihrer eigenen Denkmuster und -strukturen bewusst würden.

    Genau betrachtet ist es der ängstliche Verstand, der Menschen auf die Suche nach immer mehr Wissen schickt und sich daran klammert.

    Würde man sich die Mühe machen, sich seiner Denkmuster bewusst zu werden, würde man vielleicht erst einmal über deren Destruktivität erschrecken und dann feststellen, dass so viel Wissen von außen nur ein Ersatz für Wissen ist, das im Innen schon immer da war und konsequent übersehen wurde.

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