Verkehrte Welt

18. Mai 2018

Der wiener Sozialwissenschafter Khaled Hakami erforscht eine der letzten Jäger und Sammler- Gesellschaften im südthailändischen Regenwald.
Und was hat er zu berichten (noch wenige Tage nachzuhören unter

https://oe1.orf.at/player/20180516/513691 )?

Diese Menschen sind ohne Fitnesscenter so kräftig und durchtrainiert, dass ihm ein 5-jähriger ungewollt fast den Finger gebrochen hätte bei der Begrüßung.
Männer wie Frauen besitzen perfekt durchtrainierte Körper.
Es gibt kaum Kranke.
Keine Depressionen oder andere psychische Erkrankungen.
Keinen Stress, keine Aggressionen.
Frauen, Männer, Kinder gelten als absolut gleichwertig und -berechtigt.
Keinerlei Autoritäten!
Sie leben absolut friedlich,
weitgehend vegetarisch und
absolut im Hier und Jetzt ohne auch nur Worte für Vergangenheit und Zukunft zu haben.
Es gibt weder Besitzdenken, noch Besitz und dennoch haben alle alles.
Besitzdenken gibt es auch in Beziehungen nicht; sie trennen und verbinden sich konfliktfrei.

Und dennoch lassen zeitliche Veränderungen befürchten, dass es sie nur mehr wenige Jahre geben wird!

Menschen mit solch einem ‚Glücks- und Zufriedenheits- Schlüssel‘ verschwinden und ‚Kulturen‘ wie wir, die das alles NICHT haben, die von ihnen soviel zu lernen hätten, breiten uns aus und ’siegen‘.
So, wie wir soviel von der Natur und unseren Kindern lernen könnten, betonieren wir sie lieber allerorten zu und lassen sie in Horten und Schulen auf ‚Unglücklich-, Unzufrieden- und Kranksein‘ umprogrammieren.

Allein schon wenn wir an die abertausende Toten und Ermordeten aus unseren ‚kulturellen‘ Eifersüchten und Besitzansprüchen heraus denken, müsste man doch mit wehenden Fahnen in solch konfliktfreie Kulturen überlaufen.
Aber nein! Wir machen weiter wie bisher und deren Frauen werden sich bald verprostituiert und die Männer versoffen, also unsere ‚Kultur‘ angenommen haben, wie die zahllosen Beispiele anderer Ethnien- Verfalle zeigen.

Da sag noch einer, diese Welt sei NICHT verkehrt!

Was sonst in dieser grassierenden Blindheit, als:

 

 

 

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Urlaub

16. April 2018

‚Ach, ich freu mich heuer schon so sehr auf den Urlaub, das Wandern solange und wohin ich will‘
‚Ich bin heuer schon mehr als urlaubsreif. Ich seh mich schon liegen und faulenzen soviel ich will‘
‚Zwei Wochen noch! Dann beginnt mein heißersehnte Urlaub! Endlich wieder Kultur! Bewundern, was andere an Musik, Bildern, Skulpturen … hervorgebracht haben:‘
‚Also ich fahr heuer im Urlaub die ganze Tour de france- Strecke ab! Darauf freu ich mich seit einem Jahr und davon bringt mich niemand ab.‘
‚Heuer steht endlich einmal mein schon lange immer wieder hinausgeschobene Abnehm- und Entgiftungs- Urlaub an. Es wurde mir alles schon zuviel und zu mühsam. Ich freu mich schon sehr auf meine Wiedergeburt!‘

Hä!? Und DAFÜR muss mensch arbeiten? DARAUF muss mensch sich hinfreuen? Das alles könnte doch jedermensch sofort und jederzeit tun!
Also wir Affen, all die Vögel, Würmer, Mäuse und Schlangen könnens zumindest oder brauchens erst gar nicht!

 

 

 


Schnelle werden belohnt

27. Juli 2017

Überreichlich belohnt!
Belohnt, im Sinne von Kronleuchter en masse im Kopf aufgedreht bekommen. Kronleuchter des Verstehens wie krank unser aller Lebensstil ist. Wie perfide verdeckt und normalisiert unser imperiales Gehabe auf dem Rücken anderer abläuft.
Die wunderbare Dorothee Frank hat eine atemberaubende Hör- Quadrologie zusammengestellt die in selten bunter Kaleidoskopie die globalen Kapitalismus- Wahnsinne an uns vorüberziehen lässt.

Wermutstropfen: Nur mehr 7 Tage hörbar!
Deshalb: Rasch, rasch, folgendende links anklicken und sich die Augen öffnen lassen. Das Beste für die nächsten, ohnehin verregneten Tage (4 x 23 Minuten):

http://oe1.orf.at/player/20170724/481373
http://oe1.orf.at/player/20170725/482075
http://oe1.orf.at/player/20170726/482076
http://oe1.orf.at/player/20170727/482077

Ein weiterer von zahlosen Gründen für ein eigen- und weltrettendes
paradise your life!

 

 

 


E- Mobilität

18. April 2017

Die Umstellung unseres Straßenverkehrs auf e- Mobilität ist bereits voll im Gange.
Dennoch Ich rechne ich nochmal schnell nach:

Pfeil 6,54 Mio. zum Verkehr zugelassene Kraftfahrzeuge in Österreich,
Pfeil durchschnittliche jährliche Fahrleistung 13.100 km
Pfeil macht: 85674000000 jährlich gefahrene Kilometer

Pfeil Der Durchschnittsverbrauch eines e- Mobils ist 15kWh/ 100km
Pfeil also bedürfen die jährlich gefahrenen km Österreichs 12851100000 kWh
oder 12851100 MWh
oder 12851 GWh

Pfeil Das leistungsstärkste Wasserkraftwerk (Grafenwörth) liefert 1967,6 GWh jährlich.
Pfeil Das heißt wir bräuchten ca. 7 weitere ‚leistungsstärkste‘ Donaukraftwerke oder
man rechnet mit Solarkollektoren:

Pfeil In unseren Breiten sind solar ca. 1000kWh pro Quadratmeter zu erzielen.
Pfeil Das heißt für Österreichs e- Mobilität bräuchte man 12851100 qm oder
1285 ha Kollektorfläche
Pfeil das wären 3212 Fußballplätze. Keine schlechte Herausforderung, wenn man bedenkt dass es nur 2100 Gemeinden gibt in Österreich! 😉
Pfeil Oder 214185 durchschnittliche Südseiten Hausdach- Kollektoren, in jedem Ort also 100 Dächer! Ich kenn
Orte die haben nichtmal 100 Häuser! 😉

Von dem allen erfährt aber Konsument nichts. Im Gegenteil auf den entsprechenden web- und Hochglanz- Seiten wird mit Förderungen verschleiert was das Zeug hält und wird viel von Öko und von günstiger als Bezin schwadroniert.

Ok, e- Autos sind tatsächlich vom Wirkungsgrad her besser als Benziner, auch die Eleganz der Beschleunigung und Laufruhe sind bestechend.
Nur hätte ich im Zuge einer so massiv geförderten Umstellung schon auch gern mehr Bewusstheit gesehen. Denn kritisch betrachtet ist der weit überwiegende Teil der gefahrenen Kilometer nicht notwendig. Und Gedankenlosigkeit mit steuerlichen Fördergeldern zu fördern ist absolut kontraproduktiv.

Wenn man dann auch noch bedenkt, was derartige Massen von irgendwann kaputten Akkus und Solarpanelen für die Umwelt bedeuten und dass der erforderliche Strom – zusätzliche Wasserkraft wird nicht zu finden sein – dann aus kalorischen Giftschleudern oder gar AKWs kommen wird, sieht man, dass Autofahren bei allem Öko- Getöns, weiterhin dumm und umweltzerstörend bleiben wird.

 

 

 


Hahahahaha …

30. August 2015

Markus ImhoofEine – wenn’s nicht gleichzeitig so traurig wär‘ – selten lustige Geschichte vom Filmemacher Markus Imhoof von dem der wunderbare und auch schon ausgezeichneten Film ‚More than Honey‘ stammt:

Beim Durchreisen von China sieht man kaum ein Feld, einen Garten auf/ in dem nicht eben jemand mit der Giftspritze hantiert.
Diese Gift- Verliebtheit trägt auch schon ‚Früchte‘! Im Norden Chinas gibt es keine Bienen mehr.
Dort müssen zahllose Arbeiter die Blüten der Bäume von Hand bestäuben.
Dazu verwenden sie Pollen aus dem Süden Chinas, der dort, ebenfalls wieder von ArbeierInnen, gesammelt wird.
Beim Drehen dieser Arbeit sagte eine Arbeiterin zu ihrer Kollegin: ‚Die Fliegen sind heute wieder so lästig! Gibt doch mal den Insektenspray rüber‘.

Na!? Soll man da weinen oder lachen?     😉

 

 

 


Geld (x)

2. Juli 2015

Sehr oft schon habe ich hier über die Geldproblematik geschrieben. Viele der negativen Aspekte der Geldwirtschaft hab ich selber erkannt bzw. haben sich mir förmlich aufgedrängt.

In der fesselnden Doku ‚Der Banker – Master of the univers‘ (auf youtube!) wurde von einem weiteren Aspekt berichtet, der mir bisher nicht so klar war:

Das Geld – je mehr, desto heftiger – trennt uns vom ‚wirklichen‘ Leben, vom Erleben!

Der Banker in dieser Doku berichet von seiner wohligen Geborgenheit in der Bank. Er brauchte nur ihm Vertrautes zu tun. Alles andere, alle lebenserhaltenden und lebensverschönernden Dinge wurden ihm abgenommen von Firmen, von Personal.

Irgendwie geht es jedem von uns so, denke ich.

ball_red Die Kinder erziehen Fremde.
ball_red Erleben wird ersetzt durch Zusehen/ Beobachten von gespieltem Leben in TV und Film.
ball_red Unsere Nahrung säen, noch düngen, pflegen und ernten, noch füttern, schlachten und verarbeiten wir selber.
ball_red Strom kommt aus der Steckdose,
ball_red Geld aus dem Automaten oder von der Karte.
ball_red Geburten und Schmerzen werden uns abgenommen.
ball_red Kleine Wege nimmt uns das Auto,
ball_red größere Bahn und Flieger ab.
ball_red ‚Dreckarbeit‘ die Putzhilfen und Straßenkehrer.
ball_red Das Rechnen und ’schön‘ Schreiben der Computer.
ball_red Das Zielfinden, das Navigationssystem
ball_red und, und, und …

Das ist ja alles recht schön und bequem. Doch verdummt und ‚vercouch-potatod‘ es uns nicht nur, sondern raubt uns auch noch den größten Teil unseres  (E R) L E B E N S !

Unser Leben verarmt!
Keiner kann sich mehr am Kochen, Schneidern oder Tischlern erfreuen. Niemand weiß woher der Schuh, das Leder kommt, wie sich Gerben, Tierhaut, ein Fingerhut, eine Aale anfühlen. Wie frische Erde zu verschiedenen Jahreszeiten duftet. Das Gefühl, wenn Stoff beim Säumen zwischen den Fingern gleitet, wenn Hobelspäne hochrollen, wenn Regenwürmer sich am Spaten kringeln. Der Geruch frischen Holzes, das Bröseln von Brotteig zwischen den Fingern, das Vogelgezwitscher beim zu Fuß gehen, das ‚Nach-dem-Weg‘- Fragen mit den vielen hilfsbereiten Menschen, erst der Geruch von Staub, dann die Freude, wenn alles blitzt, das schöne Schwingen, Schlingen und Schlaufen einer Feder am Papier …
Wollen wir das wirklich alles ausblenden!?

Für alle, die etwas vorschnell vielleicht ‚Ja!‘ gesagt haben:
Erleben tun wir mit 6 Sinnen!
Ersatzerleben mit maximal 2 Sinnen!      😉

 

 

 


Kismet?

27. März 2014

KismetSehen wir doch einmal genau hin!
Sehen wir uns doch unsere Geschichte, sehen wir uns unsere Entscheidungen, Erfindungen, Errungenschaften … genau an!
Wieviel haben wir nicht schon wohlmeinend, doch letztendlich dennoch vergebens, wenn nicht sogar zum Schaden, getan!?

Wäre es da nicht legitim oder sogar sinnvoll uns tun ‚zu lassen‘?
Alles dem ‚Schicksal‘ zu überlassen?
Alles so kommen zu lassen, wie es kommt?

Weniger zu planen – es heißt doch auch nicht ganz unrichtig ‚Wer plant, bringt Gott zum Schmunzeln‘. Mehr den Zeichen der Zeit, den unausgesprochenen Hinweisen und ‚Aufträgen‘ anderer nachzukommen. Uns Entscheidungen abnehmen zu lassen … ?

Mir geht es hier beim ‚paradise your life‘- Thema eher um die Dinge, die dem Gro der Zivilisations- Menschen so selbstverständlich erscheinen, letztendlich aber unsinnig bis unnötig verkomlizierend und verschwierigend sind.
Mir geht es eher darum all die Rationalisierungen, Hilfsmittel, Werkzeuge, Fahrzeuge als das zu sehen was sie sind: Nur in Ausnahmesituationen wirkliche Hilfe.
In den allermeisten Fällen aber Zeitfresser und Lebensqualitäts- Vernichter!
Egal ob sie laut sind, die Umwelt verpesten oder andere Menschen in Fabrikshallen zwingen.
Egal ob sie unschuldige Mitwesen inhaftieren, gefährden, unseren schönen Planeten zubetonieren oder die Menschen verrohen …
Sie stellen sich als Fortschritt dar, erschweren aber und ruinieren letztendlich unser aller Leben.

So schön und angenehm ein Auto beispielsweise, sein kann. Überleg Dir einmal was da, von der Erz- und Ölgewinnung bis zur giftigen Lackiererei, an Plackerei und Wahnsinn drinnensteckt!
Und selbst für den Nutzer hat ein Auto mehr Nach- als Vorteile. Schließlich will dieses Ding angeschafft und erhalten werden, was nichts anderes bedeutet, als mehr Zeit, als man sich damit einspart, in Jobs abzusitzen oder sich abzurackern, um das Geld dafür zu verdienen!
Ja, wirklich! Rerchne es Dir aus (oder lies nach: ‚Wahnsinn Auto‘! Du bist mit Deinem Auto langsamer als jeder Radfahrer!

Sieh vielleicht in Zukunft kritischer hin!
Oder sieh in Zukunft vielleicht gar die ‚Zeichen der Zeit‘, die ‚Zufälle‘ und ‚versteckten Hinweise‘ die Dich beschenken, die Dir etwas abnehmen wollen.
Horch genauer hin!
Zieh andere und früher unbedachte Schlüsse!
Sieh, früher unbeachtete, neue Möglichkeiten …

Vielleicht erfährst Du dann plötzlich mehr von Mitfahrgelegenheiten, Angeboten, Einladungen und Möglichkeiten, als wenn Du Dich konsequent durchplanst …

Lass Dich lieber beschenken, als Dich ‚abzustrudeln‘ …
Lass Dich öfter mal ‚treiben‘ …
Und Dich damit bereichern! 🙂